Singen macht Kindern Spaß

Gleich beim ersten Versuch lernten die Mädchen und Jungen im ChorAtelier schon ein paar Tricks und Kniffe. „Jetzt klingt es viel besser“, stellten sie dann selbst fest. - Foto: Kolossa

GARBECK - Gut bei Stimme sind die 34 Mädchen und Jungen, wie sie im Dachgeschoss des Garbecker Jugendheims unter Beweis stellen. Die Kinder besuchen die Grundschulen im Stadtgebiet, und haben das Singen als neues Hobby für sich entdeckt.

„Sie sollen Spaß am Singen bekommen“, beschrieb Hadewich Eggermont, Leiterin des ChorAteliers, in einer Pause das Ziel des Schnupper-Singens, welches das ChorAtelier im Garbecker Jugendheim veranstaltete. Sie hatten einen Aufruf gestartet, um den Bedarf für einen weiteren Chor zu ermitteln; das Ergebnis stellte sie zufrieden: „Jetzt geht es darum, die Musikalität zu entwickeln.“

Das geht spielerisch: Während die Chorleiterin am E-Klavier sitzt und ein Lied vorsingt, hören die Kinder aufmerksam zu. Dann – endlich – dürfen sie mitsingen. Textsicher sind alle, wie sich zeigt. „Und noch einmal“, nickt Eggermont ihnen zu, nachdem sie erklärt hat, wie das Lied noch besser klingen könnte. Der letzte Ton verstummt, sie blickt die Kinder an: „Habt Ihr den Unterschied gehört?“ Alle strahlen: „Jetzt klingt es viel besser.“

Mit viel Spaß an der Sache vermittelt Eggermont die Musik, weil sie weiß: „Was man selbst mit ganzem Herzen macht, das kann man auch am Besten weiter geben.“

Und so singt sie sich zu Beginn einer jeden Stunde erst einmal gemeinsam mit den Sängern ein. Das macht sie auch mit den Kindern. Dabei zeigt sie ihnen eine Möglichkeit, Töne ganz tief aus dem Bauch heraus zu holen. Da wird gebrummt wie ein Bär, während andererseits die höheren Oktaven etwas lauter klingen.

Aber auch dem kann die Chorleiterin viel Gutes abgewinnen, lernen die Sanges-Anfänger so doch sehr schnell: „Sehr laut ist nicht immer sehr gut.“ Denn ein Lied wirkt auch durch leise Passagen, die deutlich gesungen werden. Erste Beispiele führen zu schnellen Erfolgserlebnissen, so dass die Kinder sich schon auf das nächste Stück freuen.

ChorAtelier-Leiterin Eggermont ist begeistert über den großen Einsatz, wenn auch der Anteil der Jungs etwas gering ist. Wie in den anderen Chören ihres Ateliers sind die Mädchen in der Überzahl. Ihr hohes Ziel mit dem neuesten Chor formuliert sie so: „Die Kinder haben gesagt, dass sie auf die Bühne wollen, und so arbeiten wir auf Konzerte zu.“

Von Julius Kolossa

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