Wettbewerb in Bad Sassendorf

Sieg nur knapp verpasst: Alexander Linsmann melkt sich auf Platz zwei 

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Die Kühe wurden zunächst per Hand angemolken, bevor sie an die Melkmaschine kamen.

Garbeck – Fast wäre der Titel des besten Melkers in Nordrhein-Westfalen nach einem dreitägigen Wettkampf in Bad Sassendorf im Kreis Soest nach Balve gegangen.

Doch Landwirt Alexander Linsmann (20) aus Garbeck musste sich schließlich knapp geschlagen geben und landete auf Platz zwei. 

Weil mit Anja Evertz aus Erkelenz eine der 17 Mitbewerber(innen) ebenfalls auf 75 von 100 möglichen Punkten kam, musste letztlich ein Münzwurf entscheiden, wer Siegerin Vera Grimmann aus Gütersloh im April zum Bundesmelkwettbewerb in Rheinland-Pfalz begleiten darf. „Anja hatte sich für den Adler entschieden – und gewonnen“, nahm es Linsmann sportlich. 

Es geht um Zeit, Technik und Menge

Zuvor hatte der junge Garbecker sein Können beim Melken per Hand unter Beweis gestellt. Dabei ging es unter anderem um Zeit, Technik und Milchmenge. Insgesamt prüfte die Landwirtschaftskammer einen umfangreichen Katalog ab. 

Alexander Linsmann aus Garbeck war einer von 18 Teilnehmern beim Melkwettbewerb der Landwirtschaftskammer. Am Ende schaffte es der 20-Jährige auf Rang zwei.

„Es war ein tolles Erlebnis“, sagte Linsmann, der auf dem Betrieb Vogel in Langenholthausen mit für 120 Kühe verantwortlich ist. Nach seiner abgeschlossenen Ausbildung zum Landwirt, bildet sich der 20-Jährige aktuell auf der Fachschule in Meschede zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt weiter. 

Theorie und Praxis in Bad Sassendorf

Als Fachschüler nahm er mit zwei weiteren Kommilitonen an diesem Wettbewerb teil. „Die milchviehinteressierten Leute in der Schule wurden gefragt, ob sie mitmachen möchten. Ich habe zugesagt“, erzählt Linsmann. 

Theorie und Praxis fanden auf dem Ausbildungsbetrieb Haus Düsse in Bad Sassendorf statt. „Zuerst mussten 40 Fragen beantwortet werden, dann ging es in den Stall“, blickt der 20-Jährige zurück. Im Stall bekam jeder Teilnehmer sechs Kühe per Losverfahren zugeteilt, die jeweils per Hand angemolken werden mussten, bevor sie an die Melkmaschine kamen. Etwa 20 bis 35 Liter kamen zusammen. „Es lief relativ gut“, sagt Linsmann. „Und das, obwohl ich im Vorfeld überhaupt nicht geübt habe.“ 

Längst zurück im Arbeitsalltag

Alexander Linsmann bekam eine Urkunde überreicht, mit der ihm seine gute Leistung bestätigt wurde. Kurz wurde anschließend gefeiert, mittlerweile hat ihn aber der Arbeitsalltag auf dem Hof Vogel längst wieder, in dem ihn „seine“ Tiere voll in Anspruch nehmen.

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