Waldorfschüler pflanzen 500 Bäume

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Die Waldorfschüler hatten eine Menge Arbeit, die sie allerdings gerne in Angriff nahmen.

Frühlinghausen - Ganz vertieft sind die Waldorfschüler in ihre Arbeit: Es gilt, 450 Bergahorn- und 50 Erlensetzlinge zu pflanzen. Und diese brauchen viel Platz für ihre Wurzeln, den es mit Spaten zu schaffen gilt.

Einen ganzen Schultag hatten die Siebtklässler der Freien Waldorfschule Neuenrade gestern für diese Arbeit zur Verfügung. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin Gertrud Fabry hatten sie den Unterricht aus dem Schulgebäude am Neuenrader Remmelshagen in ein „grünes Klassenzimmer“ verlegt: den Wald der Familie Fabry in Frühlinghausen.

22 Schüler waren es, die von Revierförster Richard Nikodem, Waldbesitzer Josef Fabry und seinem Sohn Matthias in die Kunst des Pflanzens eingewiesen wurden. Gruppenweise machten sich die Siebtklässler daran, für jeden Setzling ein Pflanzloch zu graben, und zwar auf einer Fläche, auf der zuvor Fichten wuchsen. Diese seien im Rahmen einer Flurbereinigs-Maßnahme gefällt worden, um Platz zu schaffen für die ökologische Aufwertung. „Der Baum muss zum Standort passen“, sagte Richard Nikodem, warum die Wahl auf Bergahorn und Erle gefallen sei. 

Die Schüler waren ganz bei der Sache, als der Waldexperte ihnen erklärte, dass die Setzlinge eine Mindesthöhe von 1,20 Meter haben müssten: „Die Rehe sind dann zu klein, um die überlebenswichtige oberste Knopse abfressen zu können.“ Und damit die Böcke ihr Geweih nicht an den dünnen Stämmen fegen könnten, würden sie mit einem Fege-Schutz aus grünem Kunststoff ausgestattet.

 Lehrerin Gertrud Fabry freute sich, das die Klasse auf der überschaubaren, circa 2000 Quadratmeter großen Fläche gut beschäftigt sei: „Der Wald ist optimal dafür.“ Dieser Schultag passe ins Konzept des alljährlichen Forstpraktikums, während dessen die Schüler das Leben in der Natur kennen lernen sollen, und somit auch zum Projekt der Freien Walddorfschule als „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“, das von den Umwelt- und Schulministerien des Landes NRW gefördert wird.

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