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Sharing-Projekt: E-Autos und E-Bikes für alle Balver

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Von: Julius Kolossa

Die Balver Werbegemeinschaft um Daniel Pütz (links) bietet künftig E-Bikes und E-Autos zum Verleih an.
Die Balver Werbegemeinschaft um Daniel Pütz (links) bietet künftig E-Bikes und E-Autos zum Verleih an. © Kolossa, Julius

Wer künftig mit einem E-Auto oder auch einem E-Bike unterwegs sein möchte, aber kein eigenes Modell besitzt, profitiert vom neuen Sharing-Modell der Balver Werbegemeinschaft im Bereich der Elektromobilität.

„Mit fünf E-Bikes und zwei E-Autos, einem Opel Corsa und einem Renault Zoe, wollen wir den Balvern neue Möglichkeiten der Fortbewegung anbieten“, stellte Daniel Pütz, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, das Projekt vor. Damit kommt nun Bewegung in die Idee, Elektroautos und E-Bikes anzuschaffen, die alle Balver bei Bedarf gegen eine Leihgebühr nutzen können. Geboren wurde die Idee bei der Jahreshauptversammlung der Werbegemeinschaft im vergangenen Jahr.

„Hierfür haben wir eine Leader-Förderung beantragt, die 65 Prozent der Netto-Projektkosten übernimmt. Den Rest haben wir als Werbegemeinschaft als Eigenanteil zu stemmen“, erläuterte Daniel Pütz. Die E-Bikes sind bereits geliefert worden, müssen aber noch mit einer Lastenhalterung und einer Buchungsapparatur ausgestattet werden. „In voraussichtlich sechs Wochen stehen diese Räder dann bereit zur Nutzung“, so Pütz. „Zwei Räder können bei der Provinzial-Versicherung Terbrüggen an der Hauptstraße und eins am Landmarkt in Mellen ausgeliehen werden. Für zwei Bikes befinden wir uns noch auf Standortsuche.“ Über die App „Moqo“ sollen die E-Bikes bequem per Smartphone gebucht werden können. Für die Wartung der Räder sind, so Pütz, die jeweiligen Standorte verantwortlich.

Autos können auf dem IBS-Parkplatz geladen werden

Die E-Autos werden von den Fachhändlern gewartet, von denen sie beschafft worden sind: Autohaus Pape und Autohaus Bichmann. Aufgeladen werden können sie an einer Ladesäule auf dem IBS-Parkplatz – diese ist dort noch zu installieren. Damit einher geht die Einrichtung zweier E-Auto-Parkplätze.

Daniel Pütz: „Ich bin optimistisch, mit dem Carsharing ab Januar 2022 beginnen zu können.“ Auch hier soll die Nutzung und die Abwicklung der Kosten über eine App erfolgen. „Wir werden uns dabei an den marktüblichen Preisen orientieren“, stellte Pütz erste Überlegungen vor, ohne schon konkrete Tarife nennen zu können.

Kosten von knapp 128.000 Euro

Die Gesamtkosten für Autos, Bikes, Ladesäule, App und Werbemaßnahmen belaufen sich auf knapp 128 000 Euro. Von diesen Nettokosten sollen 65 Prozent, also gut 83 000 Euro, von der heimischen Leader-Region Sorpesee bezahlt werden. Für die Werbegemeinschaft bleiben damit als Eigenanteil rund 45 000 Euro.

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