Wandertag soll dennoch stattfinden

SGV Balve seit Monaten im Lockdown

Die Wanderaktivitäten des SGV Balve ruhen derzeit. Die Verantwortlichen hoffen allerdings, den Wandertag im September durchführen zu können.
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Die Wanderaktivitäten des SGV Balve ruhen derzeit. Die Verantwortlichen hoffen allerdings, den Wandertag im September durchführen zu können.

700 bis 800 Kilometer auf bis zu 50 Wanderrouten legt die Abteilung Balve im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) in normalen Jahren zurück. Coronabedingt ist all das aber derzeit nicht möglich.

„Wir haben unser Programm seit dem vergangenen Jahr komplett heruntergefahren“, sagt Frank Wassmuth, Vorsitzender des SGV Balve.

Der Ausfall aller Veranstaltungen gilt vorerst bis Ende Mai. Den Balver Wandertag, alljährlich der Höhepunkt im heimischen Wanderplan, hofft Wassmuth im September durchführen zu können. 2020 konnte das Event zumindest in abgespeckter Form ohne Abschlussfeier am SGV-Wanderheim stattfinden. „Wir sind dabei, für den 40. Balver Wandertag am letzten Sonntag im September vier Strecken zu planen“, so Wassmuth.

Pandemie die „bisher größte Herausforderung“

Die Corona-Pandemie und vor allem deren Auswirkungen auf das Vereinsleben bezeichnet Wassmuth als die „bisher größte Herausforderung für mich als Vorsitzenden und meinen Vorstand“. Bis zu möglichen Lockerung bleiben dem SGV Balve auch weiterhin keine Alternative, als den verordneten Stillstand auszuhalten. „Es ist schön, dass uns die Mitglieder weiterhin die Treue halten, denn bis auf altersbedingte Austritte sind keine weiteren zu verzeichnen. Dafür haben wir fünf Neueintritte – sonst sind es in einem Jahr um die 15, die wir bei unseren Veranstaltungen gewinnen können“, bilanziert Wassmuth. Immerhin: Die Zahl der Mitglieder liegt noch bei 445, damit in etwa auf dem Vor-Corona-Niveau.

Damit nach der Pandemie das SGV-Vereinsleben wieder möglichst in vollen Zügen genossen werden kann, macht sich der Vorstand in kleinen Gruppen daran, die SGV-Hütte auf dem Höhlenkopf zu pflegen und drumherum das Gelände in Ordnung zu halten. „Unser Wanderheim soll nicht mehr länger ein Jugendtreff sein“, sagt Wassmuth. Bisher hatte es der SGV Balve geduldet, dass sich Jugendliche dort versammeln. Damit soll nun jedoch Schluss sein. „Immer wieder finden Vorstandskollegen und auch ich bei Kontrollgängen Flaschen, Zigaretten und auch Plastiktüten und Papier. Damit nicht genug, wurde kürzlich auf einem Tisch ein Feuer gemacht. Der Brandfleck ist unübersehbar“, erklärt Wassmuth.

Verärgerung über Verhalten der Jugendlichen

Der Balver SGV-Vorsitzende ist verärgert über das Verhalten der Gruppen, die sich dort während der Pandemie treffen: „Wir stehen in Kontakt mit der Polizei, die zugesagt hat, im Bereich der Hütte regelmäßig Streife fahren zu wollen.“ Der SGV habe auch weiterhin nichts gegen Wanderer, die am Wanderheim eine Pause einlegen, wohl aber gegen Jugendliche, die sich vorwiegend am Wochenende dort versammelten. „Es stehen dann auch sehr viele Autos mit Kennzeichen aus dem HSK dort“, ärgert sich Frank Wassmuth, dass der Standort zu einem Hotspot für Jugendliche aus der Region geworden sei. „Ab jetzt wird hier durchgegriffen“, so Wassmuth.

Parallel beschäftigt sich der SGV Balve noch mit einem weiteren Projekt, für das die Verantwortlichen Wegezeichner suchen. „Es gibt Kilometergeld für alle Helfer, die in ihren Ortsteilen die Wanderwege auszeichnen“, sagt Wassmuth. „Ab Sommer sollen diese Wegezeichner flächendeckend in ganz Balve ihre Arbeit aufnehmen.“ Organisiert wird dies von der SGV-Hauptabteilung in Arnsberg, die die Wegebereiche einteilt und die eintägige Ausbildung der Wegezeichner vornimmt. Für den SGV Balve sind bereits seit mehreren Jahren Frank Hennecke und Johannes Schwartpaul als Wegewarte zuständig. Etwa 80 Kilometer fallen in ihren Zuständigkeitsbereich. Die SGV-Hauptabteilung will diese und alle anderen Wanderwege auf Balver Stadtgebiet neu einteilen. Nähere Details dazu will der SGV demnächst bekannt geben.

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