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Seniorenheim St. Johannes: Um- und Ausbau ab Frühjahr 2023

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Von: Julius Kolossa

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Leiten das Seniorenhaus St. Johannes in Balve: Sandra Müller-Gressner und ihr Stellvertreter Tobias Klicker.
Leiten das Seniorenhaus St. Johannes in Balve: Sandra Müller-Gressner und ihr Stellvertreter Tobias Klicker. © Kolossa, Julius

Seit mittlerweile rund 100 Tagen bilden sie die neue Doppelspitze im Seniorenhaus St. Johannes am Brucknerweg: Sandra Müller-Gressner, Pflegedienst- und Hausleitung, und ihr Stellvertreter Tobias Klicker. Sie gaben nun einen Ausblick auf zukünftige Projekte.

Balve – „Wir haben in unserem Haus ein gutes Arbeitsklima, in dem sich die Mitarbeiter wohlfühlen und von dem auch die Bewohner und deren Angehörige profitieren“, sagt Müller-Gressner. „In Balve sind wir sehr gut aufgenommen worden.“ Die Zusammenarbeit mit der katholischen und der evangelischen Kirche sowie der Stadt, den Apotheken und auch den Bäckereien funktioniere bestens – dieses Haus werde sehr gut angenommen.

Seit dem 1. Januar 2021 ist der Caritasverband Arnsberg-Sundern der Träger dieses Hauses. Die Caritas übernahm von den Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis (KKiMK), die sich mit der St.-Blasius-Pfarrgemeinde als Eigentümerin der Immobilie nicht über die weitere Entwicklung des Hauses und Investitionen einigen konnte (wir berichteten).

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Nachdem der langjährige Heimleiter Franz-Josef Rademacher im Oktober 2021 überraschend in eine andere Einrichtung des Caritasverbandes versetzt worden war, wurde das Haus in Balve zunächst in einem Verbundsystem mit den Caritas-Seniorenheimen in Sundern und Wickede geleitet. Im Juni 2022 wurden dann Sandra Müller-Gressner und Tobias Klicker eingestellt.

„Ich bin Gesundheits- und Krankenpflegerin sowie Pflegedienstleiterin“, berichtet Sandra Müller-Gressner, die aus Werl kommt, über ihren beruflichen Werdegang. Tätig war sie unter anderem als Stationsleitung im Klinikum der Stadt Soest und als Pflegedienstleitung einer Einrichtung in Hamm. Tobias Klicker aus Warstein bringt Erfahrung als Altenpfleger und Pflegewissenschaftler mit: „Ich war zuletzt als Pflegedienstleitung im Raum Warstein tätig.“

Auf der Suche nach einer neuen beruflichen Herausforderung hatten sich beide beim Caritasverband Arnsberg-Sundern beworben – und wurden als Leitungsteam eingesetzt. Balve war beiden zuvor nur über die Höhle und das Schloss Wocklum ein Begriff. Tobias Klicker sagt: „Ich bin ganz unvoreingenommen an die neue Aufgabe in einer neuen Stadt herangegangen.“ So machte es auch seine Vorgesetzte. Enttäuscht worden seien sie bislang nicht.

„In diesem Haus stehen 97 Mitarbeiter, darunter vier Auszubildende, den aktuell 60 Bewohnern zur Seite“, sagt Müller-Gressner. Weitere Pflegeassistenten, Pflegefachkräfte und Hauswirtschaftskräfte würden eingestellt.

„Es werden viele Gespräche mit Bewerbern geführt, um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein“, so Müller-Gressner. Das Haus sei zurzeit zu 92 Prozent ausgelastet. „Für die Zukunft gilt es, sich weiter zu qualifizieren und die Mitarbeiter im Bereich der demenziellen Erkrankungen zu fördern. Denn viele Bewohner des St.-Johannes-Seniorenhauses leiden an dieser Erkrankung.

Im Frühjahr 2023 sollen die lange angekündigten Um- und Ausbauarbeiten beginnen. Unter anderem soll ein Anbau entstehen. Die Planungen, einen Teil des seit 1993 bestehenden Seniorenhauses umzubauen, wurden schon vom alten Träger begonnen.

Viele Mehrbettzimmer sollen in 24 neue Einzelzimmer umgewandelt werden, um die gesetzliche Einzelzimmerquote für Pflegeheime zu erfüllen, die in NRW bei 80 Prozent für Bestandsbauten und 100 Prozent für Neubauten liegt. Zusammen mit dem Neubau wird die Einrichtung dann Platz für 94 Bewohner haben. Ursprünglich sollten die Arbeiten bereits 2022 abgeschlossen werden.

Bislang wurden jedoch einzig einige Kernbohrungen durchgeführt, um neue Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser legen zu können. Die Verzögerung begründet Müller-Gressner mit neuen Planungen und Prüfungen des Projekts durch den Caritasverband. Weitere Details wollte sie nicht nennen.

Tobias Klicker sagt: „Man sollte als Bauzeit etwa eineinhalb Jahren veranschlagen.“ Die Um- und Ausbauarbeiten sollen bei vollem Betrieb erfolgen. Wieweit der beim Trägerwechsel anvisierte Kostenrahmen von 1,5 Millionen Euro allein für den Erweiterungsbau eingehalten werden kann, dazu wollten beide keine Angaben machen.

Entspannt sei in der Einrichtung die Corona-Lage. Müller-Gressner. „Wir haben aktuell keine Corona-Infizierten.“ Für Besucher gelte jedoch weiterhin die Corona-Testpflicht und eine FFP2-Maske müsse getragen werden.

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