Seniorenheim Haus Annabell: Wiedereröffnung in 2019

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Das Seniorenheim Haus Annabell in Garbeck ist seit Ende Oktober geschlossen. Geplant sind umfangreiche Umbauarbeiten. J Archivfoto: Kolossa

Balve - Seit Ende Oktober ist das Seniorenheim Haus Annabell im Tiefental geschlossen. Geplant sind umfangreiche Umbaumaßnahmen. Nach Abschluss der Arbeiten soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.

„Alle 33 Bewohner des Hauses sind in anderen Einrichtungen untergebracht worden“, teilte Ulla Erkens, Pressesprecherin des Märkischen Kreises, auf Anfrage mit. Der Kreis hatte über seinen Fachdienst Pflege seit September rund 50 Altenpflegeeinrichtungen im Märkischen Kreis, Arnsberg und in Sundern angeschrieben, um freie Kapazitäten zu ermitteln. 

„Die letzten Bewohner sind am 22. Oktober ausgezogen“, sagte Erkens weiterhin. Es sei tatsächlich gelungen alle im Märkischen Nordkreis oder eben in Sundern und Arnsberg unterzubringen. 

Verweis auf Wohn- und Teilhabegesetz 

Grund für die Schließung ist eine umfassende Renovierung des Seniorenheims, die vom Betreiber, der hauseigenen GmbH angekündigt worden war. „Um allen Anforderungen nach dem Wohn- und Teilhabegesetz entsprechen zu können, sind diese Umbaumaßnahmen erforderlich“, hatte Einrichtungsleiter Martin Betker im September auf Anfrage erklärt. 

„Eine Belegung des Hauses Annabell während der Umbauphase ist aus Sicht des Betreibers nicht möglich. Die Belastung für die Heimbewohner sei zu hoch“, sagte Pressesprecherin Erkens, wie die Haus Annabell GmbH sich gegenüber dem Märkischen Kreis geäußert habe. „Weil im laufenden Betrieb nicht renoviert werden konnte, sollte der Betrieb deswegen unterbrochen werden.“ 

Trägergesellschaft äußert sich auf Anfrage nicht

Beim Kreis gehe man fest davon aus, dass die Altenpflegeeinrichtung 2019 wieder eröffnen werde. „Dies wurde dem Kreis so mitgeteilt“, sagte Erkens. Gegenüber unserer Zeitung äußerte sich die Haus Annabell GmbH auf Anfrage nicht. 

Allen Mitarbeitern wurde gekündigt 

Das Seniorenheim im Tiefental bestand seit 1999. Neben den zuletzt 33 Bewohnern trifft die Schließung auch 40 Mitarbeiter, denen gekündigt wurde. Wie viele von ihnen bereits einen neuen Job gefunden haben, ist derzeit nicht bekannt. Auch wann die Arbeiten genau beginnen sollen, teilte die Trägergesellschaft nicht mit

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