Schwimmen im Balver Hallenbad wird teurer

BALVE ▪ Wer ab April das Balver Hallenbad und die angeschlossene Sauna benutzen will, muss dafür tiefer in die Tasche greifen als bislang. Gestern Abend sprach sich der Haupt- und Finanzausschuss für die von der Verwaltung vorgeschlagene Gebührenerhöhung aus.

Schwimmhalle und Sauna werden für den Schulsport, zur Förderung öffentlicher Gesundheitspflege, zur Jugendpflege, zur Erholung und sportlichen Betätigung der Bevölkerung unterhalten. Allerdings steigen die Kosten für die Unterhaltung, insbesondere für Energie. Deshalb ist laut Verwaltung die Erhöhung der Eintrittspreise unumgänglich. Kostendeckend könne dennoch nicht gearbeitet werden. Aber immerhin werde die Lücke reduziert.

Erwachsene sollen in Zukunft 2,50 Euro für den Besuch des Schwimmbads bezahlen (bisher 1,50 Euro), Kinder einen Euro (0,75 Euro). Für eine Zehnerkarte müssen erwachsene Sportler ab April 19,50 Euro (11,50 Euro), Mädchen und Jungen 7,50 Euro (5 Euro) berappen. Wer demnächst in die Sauna will, sollte 6 Euro (4 Euro) im Portemonnaie haben.

Die Inhaber von Ehrenamtskarten können weiterhin umsonst die öffentliche Einrichtung nutzen. Bürgermeister Hubertus Mühling bezeichnete die Erhöhung als „moderat“. Außerdem: „Die Preise sind seit 1995 unangetastet.“ Der Rat muss der Gebührenerhöhung noch zustimmen.

Gasbohrungen waren gestern ein weiterer Tagesordnungspunkt. Eine Bürgeranregung, jegliche Art von Gasbohrungen von Seiten der Stadt abzulehnen, fand nicht die Zustimmung des Ausschusses. Und das hat einen einfachen Grund: Laut Verwaltung ist nicht die Stadt Balve, sondern die Bezirksregierung Arnsberg für derartige Anträge zuständig. Die Stadt könne in einem konkreten Verfahren nur eine Stellungnahme abgeben. Zudem teilte Hubertus Mühling mit, dass der Bezirksregierung derzeit keine Anträge für das Gebiet der Stadt Balve, nicht einmal im Märkischen Kreis, vorliegen.

Seine Zustimmung gab der Ausschuss für die europaweite Ausschreibung für die Stromlieferung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit. Durch eine größere Stromliefermenge – der Kreis und sieben Städte haben Vorgespräche geführt – sollen bessere Preise erzielt werden. Ende 2012 läuft der Balver Stromliefervertrag mit der RWE aus. ▪ acn

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