Schwester Damian kehrt nach Kenia zurück

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425 Euro, den Erlös aus der österlichen Backaktion der Kolpingsfamilie, erhielt Schwester Damian (l.) bereits am Donnerstag, weitere 300 Euro will die Reisegruppe beisteuern, die kürzlich aus Oberammergau zurückgekehrt ist. ▪

GARBECK ▪ Vor 30 Jahren war Schwester Damian, in Garbeck unter dem bürgerlichen Namen Maria Boekholt geboren, schon einmal in Kenia tätig, am 17. August wird sie für weitere vier Jahre wieder im selben Haus ihre Arbeit aufnehmen. Am Donnerstag berichtete sie bei der Kolpingsfamilie Garbeck von ihrer neuen Aufgabe.

Vorgesehen ist, dass Schwester Damian im Rahmen ihrer pastoralen Schwerpunkte das Straßenkinderprojekt und die Arbeit mit Aids-Kranken betreuen wird.

Seit 40 Jahren ist Schwester Damian bei den „Missionsschwestern vom Kostbaren Blut“, mehr als 23 Jahre davon war sie im Ausland (Spanien, Portugal und Kenia). Dass sie nun wieder an dieselbe Stelle zurück kehrt, mag wie ein Zufall erscheinen, für sie ist es jedoch eine neue Herausforderung, auf die sich freut. Waren einst 25 Schwestern in Kenia tätig – davon drei einheimische –, sind heute 50 vor Ort, davon 45 Kenianerinnen.

Einen Einblick in die Lebensverhältnisse, unter denen die Missionsschwester wirken will, gab Schwester Damian mit einem Film über das Projekt. Gelegen in einem Vorort von Kenias Hauptstadt Nairobi, neben einem Slum mit etwa 5000 Menschen, versuchen die Mädchen und Jungen zu überleben. Und dabei geben ihnen die Missionsschwestern Hilfe zur Selbsthilfe. So bieten sie ihnen die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen, wovon 220 Kinder Gebrauch machen. Es gibt sogar ein Gymnasium mit angeschlossenem Internat für 300 Mädchen und für alle eine Gesundheitsstation.

In der anschließenden Diskussion, an der auch der neue Garbecker Pastor Jürgen Bischoff teilnahm, konnte sich Schwester Damian der weiteren Unterstützung aus ihrer Heimat versichern. Immer wieder zieht es Schwester Damian nach Garbeck zurück, wo sie ihre Familie besucht und Bekanntschaften auffrischt. Mit ihrem Vortrag gab sie den Zuhörern viel von ihrer Arbeit preis, erhielt aber auch etwas dafür zurück: Mitglieder der Kolpingsfamilie übergaben ihr 425 Euro, die beim Osterbacken eingenommen worden waren. Weitere 300 Euro folgen noch, wie Willi Schmoll bekannt gab, von der Kolping-Reisegruppe, die kürzlich in Oberammergau gewesen ist. ▪ JK

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