Schulleiterin wieder zuhause

Rückläufig sind die Zahlen im Städtischen Museum. - Foto: Kolossa

BALVE - „Stellen wir 25 000 Euro für Kulturarbeit zur Verfügung“, regte Cay Schmidt (SPD) auf der Sitzung vom Ausschuss Schule, Kultur, Soziales, Sport bei den Beratungen zum Haushaltsplanentwurf 2014 an. „Damit könnten wir über Schützenfest und Märchenfest hinaus Vereine auf Antrag in ihrer kulturellen Arbeit fördern.“ Und Heinrich Stüeken (UWG) meinte: „Dies passt ins Dorfentwicklungskonzept – auch um den Bürgern zu zeigen: Die in der Politik tun was, die wollen was.“ Genau anders sah es Theodor Willmes (CDU): „Das ist keine Kulturarbeit, das ist Vereinsarbeit.“

So endete nach kurzer Diskussion die Abstimmung über diesen Antrag: vier Ja-Stimmen, sieben Nein-Stimmen, eine Enthaltung.

Weitere abstimmungswürdige Punkte zum Haushaltsplan waren der Fußboden in der Balver Grundschule (mit großer Mehrheit wurde beschlossen, diesen nicht zu erneuern), die Investitionen in der Hauptschule (Sperrvermerk seitens der CDU-Mehrheitsfraktion) und die Anschaffung von White Boards für Real- und Hauptschule (zwei statt eins). Außerdem wurde einstimmig nach Vorschlag von Stüeken beschlossen, die Kinderpauschale gemäß des Kinderbildungsgesetzes festzulegen.

Michael Bathe, Fachbereichsleiter Schule, stellte die Anmeldezahlen der Schulanfänger für das Schuljahr 2014/ 2015 vor: 109 Mädchen und Jungen sind es jetzt (zum Anmeldeschluss waren es: 107). 61 gehen in die St.-Johannes-Grundschule Balve (drei Klassen), 21 in die Gemeinschaftsgrundschule St. Nikolaus Beckum (eine Klasse) und 27 in die katholische Grundschule Garbeck (eine Klasse).

Die Zahlen könnten sich allerdings noch ändern, wenn bei einigen Mädchen und Jungen noch Förderbedarf festgestellt werde. „Dies sind die letzten dreistelligen Anmeldezahlen für lange Zeit“, stellte Bathe mit Blick auf die demografischen Entwicklung fest. „Im darauf folgenden Schuljahr werden 90 Kinder, danach 73 und im weiteren Verlauf weniger als 70 eingeschult werden.“

Neue Wege geht der Trägerverein der Offenen Ganztagsgrundschule, erklärte Bathe. Die „bedenkliche“ Finanzlage aufgrund zu weniger Schüler, die das Angebot nutzten, mache eine Kooperationsvereinbarung des bisher von Eltern geführten Trägervereins mit der Schulleitung und jetzt mit der Stadt erforderlich. „Wir wollen wieder eine gesunde Basis“, so der Stadtvertreter. Unabhängig davon sei der Trägerverein nach wie vor auf der Suche nach einem ersten Vorsitzenden; deshalb werde demnächst eine außerordentliche Generalversammlung einberufen, auf welcher dann auch über höhere Gebühren beraten werde, so Bathe abschließend.

Weiterhin wurde im Ausschuss offiziell bekannt gegeben, dass sich die Schulleiterin der Garbecker Grundschule, Sonja Gronemeyer, wegen „Nicht-Vereinbarkeit von Schule und Beruf“ ab dem 18. November wieder in Elternzeit befinde, nachdem sie ihren Dienst erst nach den Sommerferien wieder angetreten hatte. Die Schulleitung werde bis April 2014, dem Ende der Elternzeit, von Dorothe Gastreich-Kneer und Christiane Danz übernommen, so die Entscheidung der Schulaufsicht.

Nicht zufrieden mit den rückläufigen Besucherzahlen im Städtischen Museum einer- und in der Luisenhütte andererseits ist die Stadt Balve. Bathe: „Zwar werden vom Märkischen Kreis als Träger beider Institutionen auch Großveranstaltungen wie „Luise heizt ein“ mit einbezogen, so dass insgesamt 5000 Besucher gezählt wurden, doch liegen wir ohne diese Veranstaltungen mit 3800 Besuchern weit hinter den Erwartungen zurück.“

Mit dem Kreis soll nun für „mehr Leben“ gesorgt werden, so mit der Durchführung von Kleinkunstveranstaltungen und auch Kindergeburtstagen. Dafür soll im Museumskeller mit der Hilfe von Sponsoren ein Raum für Museumspädagogik entstehen. „Wir blicken optimistisch auf die neue Saison ab Mai 2014“, betone Bathe folglich.

Von Julius Kolossa

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