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Schulbeginn nach den Sommerferien: Neustart für 480 Realschüler

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Von: Julius Kolossa

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Schulleiterin Nina Fröhling sitzt bereits seit einigen Tagen wieder in ihrem Büro und bereitet das neue Schuljahr 2022/23 vor. Am Mittwoch kommen dann auch die Schüler nach dem Ende der Sommerferien an die Realschule zurück.
Schulleiterin Nina Fröhling sitzt bereits seit einigen Tagen wieder in ihrem Büro und bereitet das neue Schuljahr 2022/23 vor. Am Mittwoch kommen dann auch die Schüler nach dem Ende der Sommerferien an die Realschule zurück. © Julius Kolossa

480 Schüler starten am Mittwoch an der Städtischen Realschule Balve nach dem Ende der Sommerferien in das neue Schuljahr 2022/23. „Das sind etwa 20 mehr als im vergangenen Schuljahr“, sagt Schulleiterin Nina Fröhling. Für den Unterricht sorgen 32 Lehrer.

Einen Neuzugang gibt es im Kollegium zu verzeichnen: Silke Romberg unterrichtete zuletzt an der Walburgis-Realschule in Menden und wechselt jetzt zurück in ihre Heimatstadt Balve. „Ihre Fächer sind Chemie und Englisch“, sagt die Rektorin.

Anders als vor den Sommerferien weiß Nina Fröhling bislang ihr komplettes Kollegium an Bord zum Beginn des neuen Schuljahres. „Wir hatten im vergangenen Schuljahr einige Krankschreibungen besonders in der letzten Schulwoche.“ Über die Gründe wollte sich die Schulleiterin auf Nachfrage nicht äußern. „Aber es musste kein Unterricht deswegen ausfallen.“

Keine Einschränkungen mehr durch die Pandemie

Nach sechseinhalb Wochen unterrichtsfreier Zeit fieberten nun alle dem Neustart entgegen. „Wir freuen uns auf den Wiederbeginn, weil es im Prinzip keine Einschränkungen mehr durch die Corona-Pandemie für uns gibt. Seitens des Schulministeriums wurde nur auf das Angebot eines freiwilligen Corona-Tests für die Schüler hingewiesen, der nur verpflichtend bei entsprechenden positiven Testergebnissen in den Klassen werden soll“, sagt die Rektorin.

Dass nun die regelmäßigen Corona-Tests an zwei Tagen in der Woche entfallen, sieht Fröhling mit gemischten Gefühlen: „Zum einen gewinnen wir jeweils etwa 15 Minuten an Unterrichtszeit, zum anderen ist eine Unsicherheit unvermeidbar. Denn weil es keine verpflichtenden Klassentests mehr gibt, steht die Lehrkraft vor etwa 30 Kindern und hat keinen Überblick mehr, wer vielleicht infiziert ist.“ Die Lehrer würden sich weiterhin regelmäßig freiwillig testen. So hofft man an der Balver Realschule, möglichst gesund durch das Schuljahr zu kommen.

75 Fünftklässler: Wieder drei Klassen

Mit dabei sind 75 Fünftklässler. „Mit dieser Anzahl und dass wir damit wie in den Vorjahren wieder dreizügig sind, bin ich sehr zufrieden“, so Fröhling. Die Realschule sei eine tradierte Schulform, die von den Eltern gewünscht und geschätzt werde.

Mit Beginn des neuen Schuljahres ist die Realschule zugleich aber auch die einzige weiterführende Schule in der Hönnestadt. Das Kapitel Hauptschule endete vor den Sommerferien mit dem Abschluss des letzten Jahrgangs. Die Stadt hat die Sommerferien genutzt, um die im Hauptschulgebäude jetzt nicht mehr benötigten Whiteboards in die Realschule zu bringen und dort zu installieren.

Um die Realschüler auf das Leben nach der zehnten Klasse vorzubereiten, setzt ihre Balver Realschule weiterhin auf intensive Berufsvorbereitung. Ganzjährig findet eine Berufseinstiegsbegleitung statt, zudem ist für September eine Azubi-Börse geplant. Für die Schüler der 8. Klassen gibt es einen Informationsabend. Und auch der Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie, der bislang immer auf dem Schulhof der Hauptschule stand, wird weiterhin besucht – nun am 14. September bei der Firma Julius Klinke in Neuenrade, einem der Kooperationspartner der Schule. „So ist gleichzeitig auch eine Betriebsbesichtigung möglich“, sagt Nina Fröhling.

Erstmals Praktikum für Zehntklässler

Erstmals bietet die Realschule in diesem Schuljahr ein Praktikum für die Zehntklässler im Zeitraum vor den Weihnachtsferien an. So wolle man, erläutert die Schulleiterin, dem jetzt vor der Entlassung stehenden ersten Hauptschuljahrgang entgegenkommen. Denn bereits seit 2017 wurden an der Hauptschule keine Eingangsklassen mehr gebildet, stattdessen an der Realschule Schüler mit Hauptschul-Empfehlung gemäß dem Lehrplan unterrichtet. Für diese gehört ein Praktikum im letzten Schuljahr dazu. Zuvor hatte der Balver Stadtrat entschieden, die Hauptschule auslaufen zu lassen.

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