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Schützenhalle in Eisborn wird zum „Hexenkessel“

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Von: Julius Kolossa

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Zum „Regionalstudio für Radio Reis“ wurde am Samstag die Schützenhalle in Eisborn. Hier präsentierten Hanke Blendermann und Philipp Kasburg ihr aktuelles Comedy-Programm.
Zum „Regionalstudio für Radio Reis“ wurde am Samstag die Schützenhalle in Eisborn. Hier präsentierten Hanke Blendermann und Philipp Kasburg ihr aktuelles Comedy-Programm. © Kolossa

Die Eisborner Schützenhalle wurde am Freitagabend zum „Regionalstudio für Radio Reis“. Deren Moderatoren, das Comedy-Duo Hanke Blendermann und Philipp Kasburg, stellten schon bei der Anmoderation vor den 120 Zuhörern fest: „Hier in Eisborn ist ein Hexenkessel. Erst das zweite Lied – und schon tobt der Laden.“

Balve-Eisborn – Zum ersten Mal in Eisborn und auch in der Region präsentierten Blendermann und Kasburg ihr aktuelles Programm „Radio Reis – die Hitwelle“. Dabei gaben die beiden Lehrer – Kasburg (aus Oldenburg) an einer Musikschule, Blendermann (aus Buxtehude) für Mathematik und Chemie an einer Gesamtschule – von Anfang zu: „Wir haben abgeguckt.“ Denn sie übersetzen Welthits auf Deutsch beziehungsweise bringen auch deutsche Welthits mit neuen Texten auf ein Niveau zwischen Comedy und Superparty zu ihren Gitarren.

Ob Verkehrsnachrichten oder normale Nachrichten, die den Musikfluss unterbrachen, die Menschen in der Schützenhalle bekamen während des zweistündigen Programms die Illusion vermittelt, in einer Radiosendung live dabei zu sein. „Hier kann man was erleben“, fanden die Besucher zufrieden.

Erfüllt wird „jedes Radioklischee“

Die Moderatoren traten im gleichen Outfit auf vor einem „Hitwelle“-Plakat. Denn, wie sie augenzwinkernd zugaben: „Wir erfüllen jedes Radioklischee. Immerhin will man im Radio auch gut aussehen.“ Es war ein gelungenes Gesamtkonzept, mit dem Blendermann und Kasburg im vergangenen Jahr zunächst Christoph Spiekermann überzeugt hatten. Der Kassenwart der Eisborner Schützen erlebte die Musik-Komiker beim Unterhaltungsprogramm auf einer Kreuzfahrt durch die Ägäis. Er teilte dies seinen Schützenbrüdern mit, die dieses Duo verpflichtet.

„Das ist was für uns“, wusste Vorsitzender Gisbert Sprenger sofort. So fand dann die „Hitwelle“ auch ihr Publikum in Eisborn. Dies war ganz Sinne der Künstler, die im Gespräch mit der Redaktion verrieten: „Eines unserer Vorbilder ist Otto Waalkes.“ Zum Humor dieses Komikers aus Emden gehören Wortspiele. Diesen Umgang mit der Sprache fanden Kasburg und Blendermann so toll, dass sie vor zehn Jahren begannen, sich als „Reis against the spülmachine“ einen Namen in der Unterhaltungsindustrie zu machen, „Auch ein Wortspiel“, so Philipp Kasburg. Schließlich gibt es eine Rockband aus Los Angeles (USA) mit dem Namen: „Rage Against the Machine“. Daraus entstand der Name.

Weitere auswärtige Künstler sind willkommen

Mit diesem hatten sie in Eisborn vollen Erfolg. Gisbert Sprenger sagte deshalb: „Sollten sich demnächst weitere Möglichkeiten bieten, in unserer Halle wieder für Unterhaltung mit auswärtigen Künstlern zu sorgen, wären wir sofort bereit.“

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