„Schützenfest hat Zukunft“

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Die Mellener St. Hubertus-Schützenbruderschaft blickte am Samstag auf ein erfolgreiches Schützenfest zurück ▪

MELLEN ▪ „Eigentlich müssten wir zwei Montage feiern“, meinte Dirk Neuhaus, Vorsitzender der St. Hubertus-Schützenbruderschaft, zum Verlauf des diesjährigen Schützenfestes. Der umsatzstärkste Tag des Festes erfreute auch diesmal wieder den Kassierer Gisbert Mertens. Er legte am Samstag während der Abrechnung im Kaminraum eine positive Bilanz vor.

Dazu trug natürlich der Bierverkauf bei. 45,3 Hektoliter (Vorjahr: 45 Hektoliter) rannen die Kehlen der Besucher hinunter. An alkoholfreien Getränken war besonders beim Wasser eine im Vergleich zum vergangenen Schützenfest gesteigerte Nachfrage in Höhe von 25 Prozent zu verzeichnen. Auch in Mellen gab es einen Likör, der in kleinen Fläschchen portioniert, der Renner war. „Obstjäger“ hieß er, und wurde 250 Mal verlangt. Stark nachgefragt waren auch Besen und Kehrblech, denn 510 Gläser und damit 160 mehr als in 2009 gingen zu Bruch.

Gisbert Mertens erinnerte: „Eine Bereicherung waren die Jungschützen“. Einheitlich gekleidet und vor allem zahlreich anwesend, trugen sie zum ersten Mal zum Gelingen des grün-weißen Hochfestes bei. Das taten auch die Balver Musiker. Besonders das „Fahren mit dem Bob“ war eines der Höhepunkte. Außerdem stellte Ludger Köster, stellvertretender Vorsitzender, fest, dass die Musik im weiteren Verlauf immer mehr „back to the roots“ ging – das hieß, runter von der Bühne, ab ins Publikum und dort für Stimmung sorgen. „Die Balver traten mit einer jungen, neuen Truppe auf, die sich angestrengt hat“, so Köster. „Und das kam an, wie bei den vielen positiven Zwischentönen zu hören war“.

Während der Sonntag, wie in vielen Dörfern, traditionell eher intern gefeiert wird, wurden für Samstag mehr Eintrittskarten verkauft. Der Schützenfest-Montag stand nach einem spannenden Schießen ganz im Zeichen des Ausklangs der Schützenfestsaison. Ein großes Lob gebührte auch dem Königspaar Raimund und Beate Vedder-Stute, das mit seinem Hofstaat weitere Akzente setzte.

Erstmals im Angebot waren Kaffee und Kuchen – die Resonanz darauf war überwältigend. Alle Hände voll zu tun hatte die katholische Frauengemeinschaft, um dem Andrang gerecht zu werden.

Dirk Neuhaus fasste zusammen: „Wir haben mit diesem Schützenfest die Talsohle durchschritten. Unser Schützenfest hat eine Zukunft“. ▪ JK

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