Schützenfest im Kindergarten

Einen neuen König gibt es schon in Garbeck – zumindest im Kindergarten, wo gestern das Kindergartenschützenfest gefeiert wurde. Der Vogel „Kai Uwe“ wurde dabei zu Fall gebracht. - Fotos: Kolossa

GARBECK -  Timo Hartmann (3) ist der 13. König des Antonius-Kindergarten in Garbeck. Es ist hier seit 13 Jahren schon Tradition, dass am Freitag vor dem Schützenfest ein Kinderkönigspaar ermittelt wird. Geworfen wurde von sieben Jungen mit weichen Schaumstoffbällen auf den selbst gebauten Vogel namens „Kai-Uwe“. Timo war einfach nur sprachlos, als nach seinem Wurf das Getier plötzlich von der Stange fiel. „Toll“, war dann doch sein Kommentar, als ihm zur Königswürde gratuliert wurde. Seine Königin ist Zoe Jeismann (3).

Jeder Königskandidat wurde in dem spannenden, 30-minütigen Wettbewerb von den Mädchen angefeuert. Auf die Treppe hatten sie sich gestellt, um einen besseren Überblick zu haben. So sahen sie von dort, wie Timo Kandulski (5) die Krone und das Zepter, Timo Hartmann den Apfel traf. Jeder Wurf wurde bejubelt, die Jungs wurden immer treffsicherer, und schließlich geriet „Kai-Uwe“ in eine gefährliche Schräglage. Jeder Durchgang war spannend, am Ende war es dann Timo Hartmann, der mit einem gezielten Wurf auf den rechten Flügel dafür sorgte, dass der gesamte Vogel über die linke Seite abkippte. So richtig konnte es der kleine Schütze nicht glauben, als er auf den Arm genommen wurde und die Königskette und den Schützenhut erhielt. Dann aber fand er sich schnell in seine Rolle ein, als er mit allen Kindern zusammen saß und Würstchen mit Brot aß.

„Wir feiern wie die Großen“, sagte Sibylle Dunker, Leiterin den Kindergartens, zum Ablauf. „Die Jungen werfen auf den Vogel, die Königin bekommt ein Kleid, ein Foto vom Königspaar und auch mit allen Kindern wird gemacht.“

Auch ein Festzug gehört natürlich dazu, der vom Kindergartenkönigspaar Timo und Zoe im Jubiläumsjahr der Schützenbruderschaft „Heilige Drei Könige“ angeführt wird.

Und wenn das „richtige“ Schützenfest gefeiert wird, dann stehen auch die ganz junge Majestäten am Straßenrand und winken den Großen zu. - Julius Kolossa

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