Trotz Corona

Schützenfest 2021 in Balve: Absage bislang keine Option

Pfarrer Andreas Schulte schoss 2019 den Vogel ab, ist seitdem Schützenkönig der Balver Bruderschaft. Ob es in diesem Jahr möglich sein wird, einen Nachfolger zu ermitteln, ist coronabedingt noch offen.
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Pfarrer Andreas Schulte schoss 2019 den Vogel ab, ist seitdem Schützenkönig der Balver Bruderschaft. Ob es in diesem Jahr möglich sein wird, einen Nachfolger zu ermitteln, ist coronabedingt noch offen.

Coronabedingt konnten im vergangenen Jahr in Balve keine Schützenfeste gefeiert werden. Auch für 2021 wurden in der Region bereits die ersten Festwochenende abgesagt. Was also wird aus der diesjährigen Festsaison?

„Unser König Pfarrer Andreas Schulte und sein Hofstaat zeigen keinerlei Ermüdungserscheinungen. Alle stehen bereit, Schützenfest in diesem Rahmen mitzufeiern, wie es möglich sein wird“, sagt Thomas Scholz, Geschäftsführer der Balver St.-Sebastian-Schützenbruderschaft. Scholz rechnet zwar damit, dass auch in diesem Jahr kein normales Schützenfest in und um die Höhle gefeiert werden kann, eine Absage des Festwochenendes, geplant für den 17. bis 19. Juli, steht derzeit aber noch nicht zur Debatte.

Stattdessen wolle die Bruderschaft versuchen, das Bestmögliche aus den dann geltenden Vorgaben zu machen. „Wir möchten, wenn zulässig, am Festwochenende mindestens wie im vergangenen Jahr feiern, aber auch darüber hinaus, kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte oder Auftritte von Comedians anbieten“, sagt Scholz.

In normalen Jahren kommen Tausende Besucher

2020 hatte es zumindest die Schützenmesse in der Höhle, das Ständchen vor dem Altenheim mit König und Hofstaat sowie die Kranzniederlegung am Ehrenmal gegeben. Früh machen sich die Balver an die Planungen für ein Schützenfestjahr, das höchstwahrscheinlich nicht wie in der Vor-Corona-Zeit gefeiert werden darf. Thomas Scholz: „Da waren samstags bis zu 3000 Gäste in der Höhle, Tausende standen am Sonntag am Straßenrand, um den Festzug zu sehen, und voll wird es auch am Montag beim Vogelschießen sowie dem Höhleneinzug des neuen Königspaares.“

Was 2021 an abgespecktem Programm neben Messe, Ständchen und Kranzniederlegung noch stattfinden soll, darüber sollen alle 120 Funktionäre im geschäftsführenden Vorstand und den Kompanien in einem Ideenwettbewerb entscheiden. Ideensollen bis Anfang März zusammengetragen werden. Wenn der Vorstand wieder zusammentrifft, kommen alle Vorschläge auf den Tisch. „Dann werden wir dies diskutieren unter der Prämisse, was an behördlichen Vorgaben einzuhalten ist.“

Verlegung ist kein Thema

Der Geschäftsführer ist aber davon überzeugt, dass ein sehr viel kleiner geplantes Schützenfest oder aber die Verlegung auf einen anderen Termin der Sache nicht gerecht werde. „König ist man nur einmal im Leben“, betont er. „Dazu gehören die Königsproklamation am Montag unter der Vogelstange und der Höhleneinzug. Außerdem der Festzug am Samstag mit dem Abholen des Vogels und der Jubelpaare und natürlich der große Festzug am Sonntag. Würde man den Ablauf einschränken, würde das dem alten und dem neuen König und seinem Hofstaat nicht gerecht.“

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