Festsaison 2021 wäre an Pfingsten eröffnet worden

Schützen in Volkringhausen hoffen auf den Herbst

Matthias und Melanie Noll sind seit 2019 das amtierende Königspaar der Schützen in Volkringhausen. Nachfolger wird es nun erst 2022 geben.
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Matthias und Melanie Noll sind seit 2019 das amtierende Königspaar der Schützen in Volkringhausen. Nachfolger wird es nun erst 2022 geben.

Die St.-Hubertus-Schützen aus Volkringhausen hätten am Pfingstwochenende die Schützenfest-Saison 2021 in Balve eröffnen sollen. Aus dem von Freitag bis Sonntag geplanten Festwochenende im kleinsten Balver Ortsteil wird jedoch im zweiten Jahr in Folge nichts – Grund ist natürlich erneut die Corona-Pandemie.

„Wir können nicht ausgelassen feiern, während die Corona-Pandemie immer noch Opfer fordert“, sagt Brudermeister Stephan Neuhaus im Gespräch mit der Redaktion. Zudem gilt im Märkischen Kreis weiterhin eine nächtliche Ausgangssperre und auch die Corona-Schutzverordnung macht Großveranstaltungen weiterhin unmöglich. Frühestens am Pfingstsonntag, 23. Mai, könnten erste Lockerungen greifen, wenn die Sieben-Tages-Inzidenz im Märkischen Kreis auch am Freitag unter der 100er-Grenze bleibt.

„Vielleicht ist es möglich, im Herbst einen kleinen Festakt mit Festgottesdienst und anschließendem Konzert mit unserer Festmusik aus Heggen zu feiern“, gibt sich Neuhaus optimistisch, „seinen“ Schützen und dem Dorf im weiteren Verlauf dieses Jahres doch noch etwas anbieten zu können.

Mitglieder halten Bruderschaft die Treue

Stephan Neuhaus möchte das „Wir“-Gefühl stärken, den Zusammenhalt in Volkringhausen beim gemeinsamen Feiern fördern. „Das ist beim Schützenfest möglich, aber auch bei unserem Patronatsfest im November – noch aber fällt alles weg, was der Geselligkeit dient.“ Daher ist er froh, dass die Schützen der Bruderschaft weiterhin die Treue halten. Eine Austrittswelle seit der Pandemie vor einem Jahr habe es nicht gegeben, stattdessen nur leicht sinkende Mitgliederzahlen wegen Todesfällen und vereinzelten Austritten. „Wir haben nach wie vor etwa 320 Mitglieder.“

Dies bedeutet über die Mitgliedsbeiträge eine verlässliche Einnahmequelle. „Unsere derzeit einzige Einnahmequelle“, wie Neuhaus betont. Denn die Einnahmen aus Schützenfest und Jubiläumsschützenfest (Volkringhausens Schützenbruderschaft wollte 2020 ihr 100-jähriges Bestehen im September feiern) fehlen seit Anfang 2020 komplett. Wegen der Pandemie wurde das Jubiläumsfest zwar zunächst auf dieses Jahr verlegt, doch weil auch momentan noch nicht absehbar ist, wann größere Feiern ohne Einschränkungen wieder möglich sind, wird auch das 101-jährige Bestehen nicht gefeiert. Eine weitere zeitliche Verschiebung des Jubiläumsfestes planen die St.-Hubertus-Schützen nicht. Stattdessen soll 2025 das dann 105-jährige Bestehen größer gefeiert werden.

Der Kontostand schrumpft

Auch weitere Veranstaltungen der Bruderschaft wie Kleiderbörse, Kinderschützenfest und Osterfeuer konnten 2020 und 2021 nicht stattfinden, die Halle auch nicht an andere Dorfvereine oder für private Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburtstage vermietet werden. Ein Teil der Kosten läuft jedoch weiter, nennt Neuhaus etwa Versicherung, Heizung und auch Grundbesitzabgaben. „In den vergangenen Jahren haben wir gut gewirtschaftet, sodass wir die Einnahmeausfälle noch überbrücken können – doch unser Kontostand schrumpft“, so Stephan Neuhaus.

Der Brudermeister hat deshalb vor allem einen Wunsch: „Alle sollten dazu beitragen, dass die Ansteckungszahlen weiter sinken, sodass bald wieder Veranstaltungen möglich werden. Das wäre auch wichtig für die Stärkung der Gemeinschaft.“

Schützenhochamt am Samstag

Zumindest einen kleinen Beitrag in Sachen Gemeinschaftsstärkung wollen die Volkringhauser Schützen am Samstag, 22. Mai, aber doch leisten. So findet ab 17.30 Uhr in der Schützenhalle ein Schützenhochamt mit Präses Pastor Wilhelm Grothe statt. Der Vorstand der Bruderschaft wird vorher einen Kranz am Ehrenmal niederlegen. Wie schon im Vorjahr werden den Jubelpaaren die Glückwünsche des Vorstandes coronakonform einzeln überbracht. Sobald wieder möglich, sollen sie zusammen mit den 2020er-Jubilaren in größerem Rahmen und mit einem Ständchen der Festmusik, dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Heggen, geehrt werden.

Die Jubelpaare

Die Jubelpaare der Schützenbruderschaft St. Hubertus Volkringhausen 2021: 65 Jahre (1956/57): Paula Wurzel (König Heinz Schmidt, †); 60 Jahre (1961/62): Christel Szyszka (König Wilhelm Szyszka, †), Königin 1961 Waltraud Krutmann, †); 50 Jahre (1971/72): Friedhelm Brinkschulte und Ulla Köster (Jubelkönigspaar beim 75-jährigen Bestehen der Bruderschaft im Jahr 1995); 40 Jahre (1981/82): Liesel Stüeken (König Heinz Schmidt, †); 25 Jahre (1996/97): Wolfgang Baumeister und Dorle Eichhoff.

Matthias und Melanie Noll, als Königspaar in Volkringhausen seit 2019 im Amt, fügen ihrer Regentschaft ein weiteres Jahr hinzu, denn Nachfolger wird es nun erst Pfingsten 2022 geben. Endlich einmal Präsenz zeigen können sie am Samstag zumindest beim Hochamt. Etwas Schützenfeststimmung im Dorf soll über Pfingsten auch aufkommen, indem möglichst viele Volkringhausener ihre Häuser mit den grün-weißen Schützenfähnchen schmücken.

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