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Schützen in Langenholthausen: „Wir haben den Lockdown gut genutzt“

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Von: Julius Kolossa

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Im Inneren wurde die Schützenhalle in Langenholthausen bereits modernisiert. Jetzt kommt noch das Dach dran.
Im Inneren wurde die Schützenhalle in Langenholthausen bereits modernisiert. Jetzt kommt noch das Dach dran. © Kolossa, Julius

Die Langenholthausener Schützen haben die lange Corona-Zwangspause, während der keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden durften, sinnvoll genutzt.

In ihrer Schützenhalle haben sie den Thekenbereich umgestaltet. „Sowohl die Gestaltung der Wand, als auch das Anbringen einer Akustikdecke und einer neuen Beleuchtung gingen damit einher“, stellte Berthold König, Vorsitzender der St.-Johannes-Bruderschaft, die erledigten Arbeiten am Montag vor Ort vor.

„Dann haben wir uns auch daran gemacht, die Bühne über dieser Theke neu zu verkleiden“, erläuterte König weiterhin. Hier wurde das Fichtenholz gegen Eiche ausgetauscht, und auch der in die Bühnenverkleidung integrierte Kugelfang mit dem Deko-Schützenvogel wurde modernisiert. „Wir haben den Lockdown gut genutzt.“

Rund 8.000 Euro investiert

Insgesamt investierte die Schützenbruderschaft rund 8000 Euro für das Material. Hinzu kommen viele Stunden an ehrenamtlicher Arbeit. Mit dem Ergebnis ist König hochzufrieden: „Bei unserem Schützenfest, das wir von Samstag, 11., bis Montag, 13. Juni, feiern werden, können sich dann alle davon überzeugen.“

Knapp 50 000 Euro soll die Sanierung des Dachs der Schützenhalle in Langenholthausen kosten. 5000 Euro übernimmt die Volksbank. Karl-Michael Dommes (links) und Markus Müller (rechts) überreichten den symbolischen Spendenscheck an Berthold König.
Knapp 50 000 Euro soll die Sanierung des Dachs der Schützenhalle in Langenholthausen kosten. 5000 Euro übernimmt die Volksbank. Karl-Michael Dommes (links) und Markus Müller (rechts) überreichten den symbolischen Spendenscheck an Berthold König. © Kolossa, Julius

Anschließend steht mit der Sanierung des Hallendachs direkt das nächste Projekt an. Dieses ist an einigen Stellen undicht. Zwar sind größere Schäden bislang ausgeblieben, dennoch besteht jetzt Handlungsbedarf. „Nach mehr als 60 Jahren wird das auch Zeit“, sagte König. Die Mitglieder gaben bei der jüngsten Mitgliederversammlung im März grünes Licht für die Arbeiten.

Dachsanierung: Spendenaktion läuft

Die Verantwortlichen rechneten damals mit Kosten in Höhe von rund 40 000 Euro, die teilweise mit einer Spendenaktion finanziert werden sollen. Jeder Schütze kann für 30 Euro symbolisch eine Dachpfanne erwerben. Berthold König: „Diese Aktion läuft weiterhin.“ Und: Das Dach kann ab August gedeckt werden. „Zwischenzeitlich hatte es so ausgesehen, dass wir wegen Lieferengpässen in diesem Jahr nicht mehr hätten arbeiten können. Doch das Material soll dann da sein, sodass das Projekt doch noch 2022 umgesetzt werden kann.“

Die Schützen behalten dabei auch die Finanzierung im Blick, bei der auch die momentan explodierenden Materialkosten berücksichtigt werden müssen. Entsprechend belaufe sich die Gesamtsumme jetzt auf etwa 48 000 Euro. Eine Spende über 5000 Euro für das Projekt gab es am Montag von der Volksbank in Südwestfalen. Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes und Markus Müller, Kundenberater für Balve, überreichten den symbolischen Spendenscheck. „Das ist für uns gut angelegtes Geld, denn wir wissen, dass sich die Verantwortlichen dieser Schützenbruderschaft finanziell nach der Decke strecken. Gerne tragen wir auf diese Weise zum Gelingen dieser Aktion bei“, sagte Dommes.

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