Abrechnung

Schützenfest in Balve: Umsatz passt

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Christoph Rapp wurde für sein Engagement mit der höchsten Auszeichnung des Sauerländer Schützenbundes belohnt. Seine Ehefrau durfte sich über einen Blumenstrauß freuen. Jürgen Bodeck erhielt den Großen Wappenteller des SSB.

Balve - Im Felsendom fand am Samstag mit der Vorabendmesse der Auftakt zur Schützenfestfestabrechnung statt. Pfarrer Andreas Schulte zelebrierte die Messfeier, die vom Musikverein Balve und dem Männerchor 1874 Balve begleitet wurde. Es war ein feierlicher Anlass, zu dem sich die St. Sebastian-Schützen und die St. Blasius-Gemeinde versammelt hatten.

Und weil sich im vergangenen Jahr diese Atmosphäre zur Auszeichnungen verdienter Schützen bewährt hatte, fand sie auch dieses Mal für zwei Schützenbrüder statt: Jürgen Bodeck erhielt den Großen Wappenteller des Sauerländer Schützenbundes (SSB), Christoph Rapp den Orden für hervorragende Verdienste – und damit die höchste Auszeichnung des SSB.

Dietmar Werner, stellvertretender Kreisoberst, Martin Thiele, Kreisgeschäftsführer, und Sebastian Richter, Amtsoberst aus Freienohl, nahmen die Ehrungen vor. Sie zeichneten Jürgen Bodeck für seine Arbeit im Vorstand aus, die 1986 als Fähnrich in der 3. Kompanie begann; seit drei Jahren ist er Standartenoffizier. Christoph Rapp wurde für 25-jährige Vorstandsarbeit geehrt. In der 2. Kompanie war er zunächst sieben Jahre Fähnrich, danach vier Jahre Standartenoffizier. Es schlossen sich 14 Jahre als Kompanieführer und seit diesem Jahr der Vorsitz der Gesamtbruderschaft an. Ein Dank ging auch an seine Frau Birgit, die ihn unterstützt.

Das „Dankeschön“ reichte Christoph Rapp während der Abrechnung weiter, und zwar an alle, die die vorliegenden Zahlen ermöglicht hatten. Letztere können sich sehen lassen, wie Kassenwart Tobias Keil berichtete: Der Gewinn entspricht mit etwa 13 000 Euro wieder dem des Vorjahres. Es flossen 189,7 Hektoliter Bier (plus 2,9 Prozent) sowie 30,3 Hektoliter (plus 2,5 Prozent) alkoholfreie Getränke. „Der gesamte Getränkeumsatz betrug 220 Hektoliter“, trug Keil vor. „Und damit 6,1 Hektoliter oder 2,8 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.“ Einen Rekordumsatz erzielten die Schützen beim Korn, von dem 82,6 Liter und damit 35 Liter mehr als 2016 über die Theke gingen. Zudem wurden 9265 Schnapsfläschchen (plus 178) verkauft.

Erfolgreich war der Verkauf der Eintrittskarten, wie Tobias Keil ausführte. So waren die für den Vorverkauf bestimmten 500 Karten bereits am Mittwoch vor dem Fest ausverkauft. An der Abendkasse wurden 943 Tickets verkauft. Zurück gegangen sei der Glasbruch um 1,2 Prozent auf 3175 Stück.

Christoph Rapp zog am Rande der Abrechnung eine erste Bilanz seiner seit Januar währenden Amtszeit als Vorsitzender, in der sein erstes Schützenfest fiel. Zufrieden sei er mit dem Festverlauf – wenn ihn aber auch das Verhalten mancher Besucher wütend mache: „Vor den Augen unserer Offiziere mutwillig mit Gläsern gefüllte Träger auf den Boden zu werfen – das geht nicht.“ Er versprach: „Wir werden ab dem nächsten Jahr konsequent durchgreifen und solche Leute der Höhle verweisen.“ Rapp sah eine weitere Stellschraube, an der die Schützen justieren müssten, denn der Respekt gegenüber den Musikern, die am Samstag in spielten, schwinde. Viel zu nah seien die Schützenfestbesucher an den Aktiven vorbei gegangen und hätten ihnen kaum Platz gelassen. „Hier werden wir mit unseren Offizieren über eine Absicherung nachdenken“, so Rapp. Er zollte der Festmusik aus Lichtringhausen ein großes Lob – besonders für den Großen Zapfenstreich.

Der Vorsitzende sieht zuversichtlich in die Zukunft der Schützen. Er sieht die Grünröcke mit dem Vorstand und den Offizieren gut aufgestellt: „Auf diese Weise ist eine gute Arbeit möglich.“

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