Schüler für heimische Wirtschaft begeistern

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Mehr als 30 Teilnehmer folgten der Einladung zur ersten Sitzung des „Team Wirtschaft Balve“. Neben Informationen zum Gewerbegebiet Braukessiepen diskutierte die Versammlung auch über das neue Schulkonzept. ▪

GARBECK ▪ „Bis auf 7000 Quadratmeter vom ersten Bauabschnitt mit insgesamt 5,6 Hektar im Gewerbegebiet Braukessiepen ist fast alles verkauft“, stellte Bürgermeister Hubertus Mühling den Stand der Gewerbegebietsansiedlung vor. Die Ansiedlung neuer Unternehmen, aber auch die Erweiterung bestehender hätten es möglich gemacht.

Außerdem informierte er auf der ersten Sitzung des „Team Wirtschaft Balve“ über die Umgehungsstraße und eine erfreuliche Entwicklung in Sachen Internetversorgung.

Die seit Montag wieder aufgenommenen Bauarbeiten hinter der Firma Rickmeier sollen im Frühsommer 2013 abgeschlossen werden. „Die Gesamtkosten betragen sieben Millionen Euro“, stellte Mühling dar. „Bauherr ist der Märkische Kreis.“ Und damit die Firmen endlich über schnelle Leitungen ihre Zeichnungen, Entwürfe, Verträge und Pläne versenden können, wird im Sommer diesen Jahres der Verteilerkasten aufgeschaltet. Vor eineinhalb Jahren ist dieser von der Telekom mit allen erforderlichen Anschlüssen aufgestellt, aber bisher noch nicht den Firmen zur Verfügung gestellt worden. Mühling: „Der Vertrag mit der Telekom ist unterschrieben worden, so dass die Breitbandversorgung demnächst sichergestellt wird.“

33 Teilnehmer waren es, die der Einladung von Stephanie Kißmer, Stadtmarketing Balve, und Firmenchef Tobias Müller in den Räumen der Firma Paul Müller gefolgt waren. Für diese stellte Jörg Roland, Leiter Arbeitskreis Schule, das neue Schulkonzept vor: „Mit dem kooperativen Modell übernehmen wir das Beste von Real- und Hauptschule.“ Dazu gehört auch, dass in den oberen Klassen eine verstärkte Anbindung an die Unternehmen erfolgen soll. Stephanie Kißmer: „Keiner soll verloren gehen, das können wir uns nicht erlauben.“ Tobias Müller wies auf den Facharbeitermangel hin: „Der wird in den nächsten Jahren eine große Herausforderung.“ Deshalb sollten junge Leute für eine Ausbildung nach ihrem Schulabschluss begeistert werden. Alleine in seiner Firma würden jetzt schon Schreiner, Tischler, Schlosser und Industriemechaniker gesucht. Auch in anderen Branchen wie Systemtechnik sei es ähnlich – geeignete Leute zu finden, würde schwieriger.

Nur mit der für Balve vorgesehenen „Sekundarschule nach kooperativen Organisationsmodell“ könnten die Stärken der Schüler gefördert werden. Jörg Roland wies darauf hin, dass „nicht einzügig weitergefahren werden soll im Gefahrgutbehälter Hauptschule.“ Die Qualität stünde außer Frage, nur seien die Anmeldezahlen mit 25 Schülern für das neue Schuljahr nicht mehr entsprechend. 70 gehen im Sommer in die Realschule, davon 20 mit gymnasialer Empfehlung. Beschlossen würde im Rat über die Einführung des neuen Schulmodells nach den Sommerferien, teilte Mühling mit.

In Sachen Ausbildung findet am 18. September auf dem „Campus“ in Iserlohn eine Lehrstellenbörse statt. Stephanie Kißmer wusste, dass 5000 Schüler erwartet werden. Schirmherren sind Landrat Thomas Gemke und Bürgermeister Hubertus Mühling.

Bei diesem Stammtisch wurde auch zur Typisierungssuche für den 13-jährigen May aus Kelkheim aufgerufen. Der Junge, mit Verwandtschaft in Beckum, wurde 2007 nach der Diagnose Leukämie mit Chemotherapie behandelt. Anfang 2012 kehrte die gefährliche Erkrankung zurück. Jetzt kann nur noch eine Stammzellentransplantation helfen. Dafür können sich alle am 6. Mai in der Schützenhalle Beckum registrieren lassen. ▪ jk

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