Schnelles Internet: Balve einen Schritt voraus

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Das Interesse der Balver an schnellem Internet für ihre Haushalte ist groß. Zur Informationsveranstaltung zum Breitbandausbau des Netzbetreibers innogy kamen rund 170 Personen in die Aula der Realschule.

Balve - „Die nackte Not treibt die Balver an“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling angesichts der etwa 170 Teilnehmer an der Informationsveranstaltung des Netzbetreibers innogy zum geplanten Breitbandausbau für schnelles Internet in Balve.

„Es ist gut, dass flächendeckend die Stadt und die Dörfer versorgt werden sollen“, lobte Mühling diese privatwirtschaftliche Investition. 

André Flöper, Breitbandbeaufragter der Stadt Balve, und Tilo Deckert, Breitbandkoordinator des Märkischen Kreises, verfolgten aufmerksam die Informationen, die von der Vertriebs- und Technikabteilung am Mittwochabend in der Aula der Realschule vermittelt wurden. 

Während der kreisweite Breitbandausbau mit Fördermitteln des Bundes und Landes in Millionenhöhe weiter stockt, weil das Förderverfahren nach wie vor nicht abgeschlossen ist, setzt der Investor in Balve auf eigenes wirtschaftliches Risiko. 

Die Arbeiten zum Verlegen der Glasfaserkabel laufen bereits und sollen bis Ende des zweiten Quartals 2018 beendet sein. Einzig die Langenholthausener werden sich noch länger gedulden müssen. Im Rahmen der Neuanlage des Rad- und Fußweges von Balve-Süd nach Langeholthausen werden ohnehin Gas, Wasser und Strom mit verlegt. Ein weiteres Rohr wird dann für die Glasfaserkabel reserviert sein. Erst nach Ende der Ausschreibungen können die Arbeiten dort beginnen. 

32 Kilometer Rohre und Kabel 

Bis zum Sommer sollen etwa 32 Kilometer an Leerrohren und Glasfaserkabeln verlegt, 33 Verteilerschränke und 53 Telekom-Verteiler installiert werden. Und das alles, um möglichst viele der Haushalte im gesamten Stadtgebiet als neue Kunden zu gewinnen. 

Angeboten werden dafür Internet- und Telefonpakete in drei Ausführungen. Downloadgeschwindigkeiten von 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und Uploadgeschwindigkeiten von fünf Mbit/s gibt es für 33,90 Euro im Monat für Kunden, die von innogy schon Strom und Erdgas beziehen. Neukunden zahlen 36,90 Euro. Wer sich für die 60 Mbit/s-Variante (zehn Mbit/s Upload) entscheidet, zahlt 38,90 Euro (Neukunden: 41,90 Euro). 

Die Teilnehmer bekamen bei der Informationsveranstaltung auch erklärt, wie die Glasfasertechnik funktioniert.

Maximal möglich ist eine Leistung von 120 Mbit/s (40 Mbit/s Upload). Dafür würden 43,90 Euro (Neukunden 46,90 Euro) fällig. 

Dazu kommen jeweils eine einmalige Anschlussgebühr in Höhe von 49,90 Euro und eventuell Monatsmiete für einen Router, falls kein eigener genutzt werden kann. 24 Monate beträgt die Vertragslaufzeit, in der eine Internet- und Telefonflatrate sowie die Rufnummern-Mitnahme enthalten ist. 

„Wir gewähren keinen Neukundenrabatt, bieten dafür aber Geschwindigkeiten, die ein anderer Anbieter nicht bieten kann“, versprach Ingo Jacksties, IT-Experte aus Neuenrade, der innogy als Partner zur Seite steht. Jeder Kunde werde individuell beraten, um „flottes Internet zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu erhalten“, so Jacksties. 

Verfügbarkeitscheck im Internet

Welche Leistungen letztlich haushaltsscharf angeboten werden, können Interessierte im Internet unter www.innogy-highspeed.com herausfinden. Nach Eingabe der Wohnadresse im dortigen Verfügbarkeitscheck, werden sofort Angebote dargestellt, die online gebucht werden können. 

Viele Fragen hatten die Balver an die Vertriebsabteilung nach der einstündigen Informationsveranstaltung. Wie viele neue Kunden das Unternehmen, das vor gut eineinhalb Jahren aus der RWE hervorging, durch den Breitbandausbau gewinnt, war eine der spannendsten Fragen. „Denkbar wäre, jeden Kunden zu erreichen, wenn er eine Verbesserung seiner Internetversorgung mit dem innogy-Angebot erzielen kann“, sagte dazu Breitbandkoordinator Tilo Deckert. 

Innogy jedenfalls habe sich mächtig ins Zeug gelegt. „Das Unternehmen ist bereits in einigen Städten im Märkischen Kreis aktiv. Der Aufwand, den das Unternehmen in Balve betreibt, ist aber der bisher umfangreichste.“

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