Schnelles DSL bleibt für viele Balver ein Traum

Balve ist über zwei Netzknoten ans Internet angeschlossen. Damit kann aber nicht das ganze Stadtgebiet mit schnellen Verbindungen versorgt werden.

BALVE ▪ Viele Balver werden weiter auf einen schnellen DSL-Anschluss warten müssen. Das erfuhren die Mitglieder des Ausschusses Umwelt, Planung, Bau in ihrer Sitzung am Dienstagabend. Gregor Theissen von Deutschen Telekom informierte die Politiker über den Stand der Breitbandversorgung im Stadtgebiet und über die weiteren Planungen.

Als die Telekom vor rund zwei Monaten endlich damit begonnen hatte, das Garbecker Gewerbegebiet Braukessiepen mit schnellen Internetanschlüssen zu versorgen, hatten insbesondere viele Garbecker darauf gehofft, über die Glasfaserkabel ebenfalls einen schnellen Anschluss an das weltweite Datennetz zu erhalten. Das werde allerdings bis auf weiteres die Ausnahme bleiben, erläuterte Theissen am Dienstag. Zwar seien in Garbeck jetzt schon viele Vorarbeiten für einen späteren Ausbau der Glasfasertechnologie erledigt worden, direkt daran angeschlosen werden könne jedoch nur ein kleiner Teil. Für das Gewerbegebiet Braukessiepen – und auch für das geplante Erweiterungsgebiet – sagte der Telekom-Vertreter ab Januar 20111 dagegen eine Bandbreite von mindestens 10 Mbit voraus. Später sei mit der jetzt installierten Technik sogar eine Verbesserung auf 25 bis 50 Mbit möglich.

Das Balver Stadtgebiet ist über zwei Netzknoten in Balve-Innenstadt und Eisborn an das Internet angebunden. Eine flächendeckende kabelgebundene Breitbandversorgung aller Balver Haushalte könne allerdings aufgrund der großen Entfernungen zum nächsten Netzknoten ohne Glasfaserkabel nicht gewährleistet werden, sagte Theissen weiter. Diese Reichweitenproblematik bestehe zum Teil in Garbeck, Höveringhausen, Leveringhausen, Mellen, Beckum, Horst und Volkringhausen.

Es gibt einen Hoffnungsschimmer

Das müsse allerdings nicht für immer so bleiben, machte Theissen den Bewohnern dieser Stadtteile Hoffnung. Zwar sei der Ausbau des Breitbandnetzes für die Telekom derzeit nicht besonders lukrativ, weil die Verlegung von Glasfaserkabel mit Kosten in Höhe von 20 000 bis 50 000 Euro pro Kilometer zu Buche schlage. Bei finanzieller Beteiligung der Stadt könne er aber dennoch realisiert werden. Das Land stelle für den Ausbau im ländlichen Raum Fördermittel in Höhe von 90 Prozent der Kosten zur Verfügung. Zumindest für Garbeck ermittelt die Telekom derzeit die genauen Kosten für einen Ausbau der Breitbandversorgung. Das könne auf Wunsch der Stadt demnächst auch für die anderen Stadtteile geschehen. ▪ vg

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