Schmierereien an der Piuskapelle

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Manfred Stein zeigt die Farbschmierereien, die auf den Steinen der Piuskapelle sind.

Balve - Dieser Jugendstreich wird teuer: Der Verursacher der Schmiererei an einer Wand der Piuskapelle kommt für die Beseitigung durch eine Fachfirma auf.

Etwa einen Quadratmeter groß ist der mit Markierungsfarbe aufgetragene Schriftzug auf den mehr als 150 Jahre alten Steinen. Aufmerksam darauf wurde Manfred Stein, engagiertes Gemeindemitglied der St. Blasius-Kirchengemeinde. Es war – wieder einmal – ein Wochenende, als Jugendliche lautstark und mit lauter Musik auf dem Platz vor der Kapelle feierten. Vor Ort redete Stein den Jugendlichen ins Gewissen und stieß dabei auf die Schmierereien. Großformatig waren die Buchstaben „SGB“ auf die Kapellenwand und zwei Tische gesprüht worden. 

Die herbeigerufene Polizei nahm Anzeige wegen Ruhestörung und Sachbeschädigung auf, erzählten Manfred Stein und Reinhold Menke am Dienstag unserer Zeitung vor Ort. Zusammen pflegen sie seit Jahrzehnten die Piuskapelle, und sind empört darüber, wie rücksichtslos mit dem Gotteshaus umgegangen wurde. 

Lack ist nur schwierig zu entfernen

Sie berichteten, dass die Anzeigen von der Katholischen Kirchengemeinde St. Blasius-Balve erstattet wurden. Einige Tage später hätte sich dann der minderjährige Verursacher zusammen mit seinem Vater bei Mitgliedern des Kirchenvorstandes gemeldet. 

Nicht nur das Gotteshaus, auch die Bänke und Tische davor wurden beschmiert.

Fachgerecht soll der Sprühlack, der sonst bei Arbeiten auf Asphalt aufgetragen wird, von den Steinen entfernt werden. Malermeister Wolfgang Lazer, der neue Sitzpolster in die Kirchenbänke angepasst hatte, wusste um die Schwierigkeiten, diese Farbe von diesen Steinen zu entfernen, ohne diese zu beschädigen oder deren Haltbarkeit zu beeinträchtigen. 

Und so wird auf die Kostenfestsetzung gewartet. Wird diese Summe, über deren Höhe noch keine Angaben gemacht werden konnten, dann vom Verursacher bezahlt, werde die Anzeige zurück gezogen.

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