Schließung des St. Marien-Hospitals in Balve verkündet

Ende Juni soll der Betrieb des St. Marien-Hospitals eingestellt werden 

BALVE - In ihrer Sitzung am Freitagabend beschloss die Gesellschafterversammlung der Katholischen Klinken im Märkischen Kreis die Schließung des St. Marien-Hospitals in Balve. Die Einstellung des Betriebes erfolgt in zwei Schritten:

Zum 31. März soll die chirurgische Abteilung, am 30. Juni sollen alle weiteren Abteilungen des Hospitals geschlossen werden. Rund 100 Mitarbeiter müssen um ihre Arbeitsstelle bangen, können aber auf eine Verlegung in die zum Verbund gehörenden Krankenhäuser in Iserlohn (St. Elisabeth) und Menden (St. Vincenz) hoffen.

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Bis Ende nächster Woche wird ein Sollstellenplan erarbeitet. Für die Beschäftigten, die am Samstagmorgen über die bevorstehende Schließung informiert wurden, wird eine psychologische Betreuung, die auch während der Arbeitszeit genutzt werden kann, angeboten.

Geschäftsführer Thomas Wülle, Geschäftsführer der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis, äußerte, dass ein Fortbestand des Hauses nur durch einen privaten Träger gesichert werden könne.

Ferner hat die Führungsspitze im Rahmen einer Pressekonferenz am Samstag angekündigt, einen offenen Dialog mit den Mitarbeitern hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherung führen zu wollen. Angestrebt wird „eine sozialverträglich abgefederte Vorgehensweise“. Thomas Wülle, Geschäftsführer der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis, äußerte, dass ein Fortbestand des Hauses nur durch einen privaten Träger gesichert werden könne. Ein möglicher Investor habe sich aber noch nicht gemeldet. Das Interesse des Klinikum Arnsberg, das als ein möglicher Übernahmekandidat gehandelt wurde, konnte Wülle nicht bestätigen.

Der Verlust im St. Marien-Hospital betrug zuletzt weit über eine Million Euro und stellte damit eine Bedrohung für den Gesamtverbund der Katholischen Kliniken im Märkischen Kreis dar. Die Unternehmensberatung ADMED hatte verschiedene Zukunftsszenarien über einen möglichen Fortbestand des Hauses angefertigt: Doch alle Analysen kamen zu dem Ergebnis, dass für das St. Marien-Hospital keine wirtschaftlich akzeptable Zukunft besteht.

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