Festspiele: Auch Mertens mischt wieder mit

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Thomas Kruse-Endres will zunächst weiter im Festspiele-Vorstand mitarbeiten. Auch die bisherige Vorsitzende Ulrike Mertens spielt mit dem Gedanken, vorübergehend zurückzukehren.

Balve - Die Schlammschlacht rund um den Festspielverein Balver Höhle geht weiter. Die zurückgetretene Vorsitzende Ulrike Mertens liebäugelt mit einem Comeback - zumindest für eine Übergangszeit.

Nachdem zuletzt Thomas Kruse-Endres gegen die ehemalige Vorsitzende Ulrike Mertens geschossen hatte („Für mich war eine weitere Zusammenarbeit mit der Vorsitzenden nicht möglich“) und zugleich erklärt hatte, entgegen seines zunächst geäußerten Rücktritts doch weiterhin als 2. Vorsitzender des Vereins fungieren zu wollen, reagiert jetzt Ulrike Mertens mit einem offenen Brief an die Mitglieder.

Denn für sie ist ein Rücktritt vom Rücktritt, den Kruse-Endres vollzogen hat, nicht ohne weiteres möglich. „In der von ihm einberufenen außerordentlichen Sitzung des Vorstands am 26. Juni hat Herr Kruse auf ausdrückliche Nachfrage erklärt, dass er aus persönlichen Gründen nicht mehr weitermache. [...] Auf eine E-Mail des Pressesprechers (damals noch Adalbert Allhoff-Cramer, Anm. d. Red.) vom 27. Juni mit dem Inhalt „Sehr schade, dass Du nicht mehr dabei bist. Aber vielleicht ist es die richtige Entscheidung für Dich“, hat er nicht mehr reagiert.

Ein Rücktritt vom Rücktritt ist aber im Vereinsrecht nicht vorgesehen“, schreibt Mertens, die ihre Mitgliedschaft im Festspielverein nach mehr als 22 Jahren gekündigt hat und sich eigentlich zu der ganzen Sache nicht mehr äußern wollte.

Mertens möchte korrekte Übergabe

Nun sehe sie sich aber in der Verantwortung, für die ordnungsgemäße Abwicklung der laufenden Geschäfte und eine korrekte Übergabe zu sorgen. „Ich bin bereit, trotz meines Rücktritts bis zu einer Neubesetzung des Vorstands die Amtsgeschäfte weiter zu führen, soweit unbedingt erforderlich. Damit der Verein wieder handlungsfähig ist, schlage ich vor, schnellstmöglich eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen“, schreibt Mertens.

Notvorstand verhindern

Mit dieser Maßnahme möchte Mertens verhindern, dass das Amtsgericht einen Notvorstand einsetzt. „Gleichzeitig könnte bei dieser Versammlung über die Zukunft des Vereins und die zukünftige Organisation und Arbeitsweise nachgedacht und beraten werden.

Nach den jetzigen Erfahrungen sehe ich erheblichen Verbesserungsbedarf“, schreibt Mertens und schlägt vor, den Vorstand auf nur noch fünf Personen zu verkleinern, eine Geschäftsordnung für die Arbeit des Vereins einzuführen, ebenso wie ethische Richtlinien und die Arbeitsweise der Geschäftsstelle zu verbessern.

„Immer noch mit Herzblut verbunden“

Ihren Sinneswandel begründet Mertens abschließend zudem damit, dem Festspielverein „immer noch mit Herzblut verbunden“ zu sein. Dennoch hatte sie Ende vergangener Woche erklärt, nach lediglich gut einem halben Jahr im Amt der Vorsitzenden von diesem Posten zurückzutreten. Mit ihr hatten auch Thomas Kruse-Endres, Pressesprecher Adalbert Allhoff-Cramer und Beisitzer Siegfried Dohalt aufgehört. Kruse-Endres hatte jedoch wenig später bekannt gegeben nun doch weitermachen zu wollen, nachdem ihn viele Vereinsmitglieder angesprochen hätten. Seitdem führt er den Verein kommissarisch mit dem verbliebenen Schatzmeister Hermann Becker.

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