Schießen attraktiver machen

Zahlreiche Eisborner Schützen wurden während der Jahreshauptversammlung geehrt. -  Foto: Kolossa

EISBORN -  Der Schützenfestmontag des vergangenen Jahres hat seine Spuren hinterlassen: Auch die Eisborner St. Antonius-Schützenbruderschaft musste, wie drei weitere Schützenbruderschaften, eine Stunde Wartezeit überbrücken, bis sich Bewerber um die Königswürde einfanden.

Andreas Danne, Vorsitzender, forderte in der Jahreshauptversammlung am Donnerstag alle auf, sich Gedanken zu machen: „Wir sind ein Verein mit 250 Mitgliedern – Vorstand und Offiziere sind nicht verpflichtet, den Vogel abzuschießen.“

Dass Andreas Danne König wurde, sei sein freier Entschluss gewesen, so Danne. Zu den Kosten, die in einem Regentenjahr zu bewältigen wären, meinte der Vorsitzende auf Nachfrage: „Zwischen zwei- und dreitausend Euro sind das.“ Dem Eisborner König würde die Regentschaft durch den „Königstaler“ und auch der Unterstützung durch den Hofstaat erleichtert.

„Wie können wir das Schießen attraktiver machen?“, stellte Danne der Versammlung seinerseits eine Frage. „Was machen wir, wenn der Vogel oben bleibt?“ – Antworten konnten weder er, der Vorstand, noch die Versammlung geben, so dass Danne alle aufforderte, diese für sich selbst zu lösen. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Vorsitzende nach der Versammlung, dass er für den schlimmsten Fall des Schützenfestes – der Vogel wird nicht abgeschossen – den weiteren Montag als „Feier“-Tag bezeichnen würde: „Problematisch wird es aber am Sonntag des nächsten Jahres, wenn wir kein Königspaar haben.“ Alle könnten sich aber darauf vorbereiten, denn der Eisborner Vorstand würde eine gewisse Zeit eine Schießpause gewähren, dann aber offiziell auf eine Uhrzeit als Ende des Schießens verweisen.

Schützenfest wird in diesem Jahr in Eisborn vom 1. bis 3. Juni gefeiert; der Zapfenstreich soll bei schönem Wetter nach dem Vogelabholen erstmals auf der Parkwiese stattfinden. Dann sind auch die neuen Fahnenoffiziere Patrik Hoth und Simon Peters mit dabei; Pascal Danne ist neuer Beisitzer.

Mit dem Orden für Verdienst für 19-jährige Vorstandsarbeit wurde Christoph Spiekermann ausgezeichnet. 25 Vereinsmitglieder erhielten einen Treueorden: Theo Wiesenhöfer (65 Jahre), Dieter Landenberg, Harald Pawlinski, Paul Sprenger, Herbert Danne, Franz Danne, Eberhard Peters, Theodor Peters, Hubert Sauer sen., Theodor Schäfer, Paul Nagel (50), Siegfried Brinkschulte, Manfred Rubarth, Herbert Somieski (40), Björn Fleige, Volker Hemker, Herbert Köck, Martin Müthing, Ingo Rüth, Guido Schulte, Christian Hültenschmidt, Theodor Lenze jun., Thomas Müthing, Benedikt Schulte und Oliver van Dijke (25).

Der Schützenbruderschaft übergab Martin Danne vom Heimatverein den Böller aus dem Jahre 1875, der im Garten eines Eisborners entdeckt worden war. Bis 1939 wurde damit bei Prozessionen und zum Schützenfest-Auftakt geböllert.

Von Julius Kolossa

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