Nach Unterbrechung weitergefeiert

Scheunenparty-Besucher trotzen dem Unwetter 

+

Eisborn - Diese 20. Scheunenparty am Mittwoch auf dem Hof Schulte-Horst hatte es in sich: die Band „Under the Basement“ war mitten im zweiten Lied, als Georg Schulte wegen einer Unwetterwarnung das Gelände räumen ließ und alle bis dahin etwa 600 Besucher aufforderte, die Scheunen aufzusuchen. Kaum ausgesprochen, öffnete der Himmel alle seine Schleusen, und das Unwetter kam mit Donner, Blitz und vor allem ganz viel Regen auf das Fest-Gelände nieder.

„Das hatten wir zum ersten Mal“, erzählte Georg Schulte, der als Vorsitzender des SuS Eisborn als Veranstalter auftrat. Mit der neun Mann starken Abteilung der Eisborner Feuerwehr unter der Leitung von Patrick Gerold wurde bereits das Wetterradar seit dem Nachmittag beobachtet, so dass der Zeitpunkt für das Gewitter vorausberechnet werden konnte. 

So war es auch, als der Veranstalter um 20.58 Uhr die Räumung bekannt gab, und dies genau auf den Punkt. Die Scheunenparty-Gäste machten das Beste aus der Situation, und rückten in den Scheunen näher zusammen. Die DJ hatten endlich zur frühen Stunden ein Publikum ganz für sich, für das sie sich ins Zeug legten. Auch ein kurzzeitiger Stromausfall, der schnell behoben wurde, tat der Stimmung keinen Abbruch: in den Scheunen waren alle sicher untergebracht. Wer dagegen meinte, er müsste unter dem Dach des Bierwagens ausharren, der wurde nicht daran gehindert. Getränke jedenfalls gab es an vielen Stellen.

Als dann nach einer Stunde „Under the Basement“ wieder auf die Bühne traten, gab es erst einmal ein großes Lob von den Musikern ans Publikum: „Toll, dass Ihr trotz des schlechten Wetters ausgeharrt habt.“ Weil der Sauerländer auf der anderen Seite erst spät zur Scheunenparty kommt, strömten gegen 23 Uhr die Besucher so zahlreich wie in den vergangenen Jahren, so dass schnell noch die Kassen am Eingang klingelten. Immerhin war diese Party keine normale Party, denn vom von jedem Besucher gezahlten Eintrittsgeld wurde jeweils ein Euro für die erkrankte Franziska Michael (wir berichteten über die zu ihren Gunsten ausgerichtete Benefizveranstaltung aller Eisborner Vereine am 24. August) abgezweigt.

Abschied von "Under the Basement"

Es war auch kein normaler Party-Abend für „Under the Basement“, die wieder einmal als Vorband für die „Sharks“ auftraten – nach ihrem letzten Lied stellten sich die Musiker noch einmal nebeneinander und bedankten sich beim Publikum für eine tolle Zeit. Das war dann zugleich auch das Ende von „Under the Basement“, die sich nach zehn Jahren auf der Scheunenparty auflösten. „Die Band ist nicht mehr aufrecht zu erhalten“, sagten die Musiker aus Neheim, Ense und Werl zu unserer Zeitung. „Wir alle studieren in verschiedenen Städten, und dann steht uns auch kein Probenraum mehr zu Verfügung.“ Gerne denken sie an ihren erste Scheunenparty vor vier Jahren zurück, als sie vor dem bis dahin zahlreichsten Publikum mit immerhin über 2000 Leuten, spielten. Vier Jahre in Folge war die Band jetzt dabei; leicht viel der Abschied nicht, doch sei er letztlich unumgänglich.

Belohnt wurde die Band mit einem begeisterten Publikum, das sich durch Unwetter und Regen nicht abschrecken ließ, und geduldig auf die Fortsetzung warteten. Und in dieser gaben die Jugendlichen noch einmal alles.

Daran knüpften die „Sharks“-Profis nahtlos an. Seit elf Jahren treten die fünf Musiker zusammen auf, in Eisborn sind sie seit vier Jahren dabei, und spielen dabei die ganze Breitseite der Rockmusik. „Ihr seid super“, ließen sie ihr Festivalpublikum wissen, das immer mehr aus sich herauskam, je später es wurde: es wurde getanzt und mitgesungen.

Weil der Mittwoch zugleich der längste Tag dieses Jahres war, hatten alle ganz viel Zeit mitgebracht, und nutzen die ganze Nacht zum Feiern.

20. Scheunenparty in Eisborn - Festivalstimmung inklusive

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare