„Schaut auf eure Schätze“

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Nach dem Festgottesdienst führten die Sternsinger den Zug aus Musikern, Fahnenträgern der Vereine und Garbeckern zur Schützenhalle an. ▪

GARBECK ▪ Applaus brandete im Gotteshaus auf, als Diözesan-Jugendpfarrer Stephan Schröder seine Predigt zum Patronatsfest am Donnerstag beendet hatte. Der Geistliche traf mit seinen Worten den Nerv der Gläubigen, die ihrerseits ihre Zustimmung mit Beifall quittierten.

Schröder spannte geschickt einen Bogen von den Heiligen Drei Königen, den einstigen Sternendeutern, in die heutige Zeit. Den Stern, der den Königen damals den Weg wies, bezeichnete der Prediger als „himmlisches Navigationssystem“. Heute, 2000 Jahre nach Christus befänden sich viele Kirchengemeinden in einem Umbruch. „Das vergangene Jahr war katastrophal“, bilanzierte Schröder sogar. „Wir sind am Boden.“ So gab der Geistliche den Gläubigen mit auf den Weg, die Patrone der Gemeinde, die Heiligen Drei Könige, als Navigations-Hilfen zu nutzen, um das christliche Leben in Garbeck auch künftig aufrecht zu erhalten und vielleicht sogar auszubauen. „Fragt zuerst, bevor ihr Antworten gebt. Fragt, was Menschen bewegt?“, lautete Schröders erste Navi-Hilfe. „Forscht nach den Zeichen der Zeit. Wer zurück schaut, stolpert.“ Die Pfarrkirche, ein Schatz, zeige nicht nur, dass hier das Herz des Dorfes sei, sondern dass hier auch an Gott geglaubt werde. „Schaut auf eure Schätze. Jeder Mensch, egal ob jung oder alt, ist ein Schatz des Zusammenlebens. Verschenkt eure Schätze, engagiert euch, gebt euren Glauben weiter, damit er auch in Zukunft gelebt werden kann“, appellierte Schröder an die Zuhörer. Und: „Blickt in die Welt, um zu schauen, wer Hilfe braucht.“ Hinzu kommt die dritte Navi-Hilfe, das Gebet an sich.

Auf ein paar dieser „Schätze“ ging Brudermeister Bernward Lösse nach dem feierlichen Gottesdienst in seiner Ansprache in der Schützenhalle auch gleich ein. Neben der Verleihung der Dorfplakette an Anne und Hermann Schwartpaul (wir berichteten) ließ er auch die vielen Helfer nicht unerwähnt, die für einen reibungslosen Ablauf des Patronatsfestes gesorgt hatten. Zudem erinnerte Lösse an ein besonderes Jubiläum – die Schützenhalle feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Der Brudermeister erinnerte an die ersten wichtigen Eckdaten bis zur offiziellen Einweihung am 1. April 1912. Wer detaillierte Informationen haben wollte, bekam diese an Extra-Stellwänden, die von Franz-Josef Busche gestaltet worden waren. ▪ sr

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