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„Schandfleck“ auf Abstellgleis ist beseitigt

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Von: Julius Kolossa

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Die Eisenbahnfreunde Hönnetal um Markus Hüsken (links) und Friedbert Haringhaus hübschen auf ihrem Gelände in Binolen einen alten Postwaggon aus den 1960er-Jahren auf.
Die Eisenbahnfreunde Hönnetal um Markus Hüsken (links) und Friedbert Haringhaus hübschen auf ihrem Gelände in Binolen einen alten Postwaggon aus den 1960er-Jahren auf. © Kolossa, Julius

Einst wurde er aus dem Dienst der Deutschen Bundespost ausgemustert, stand zwei Jahrzehnte auf dem Abstellgleis in Binolen - nun kommt der einstige „Schandfleck“ zu neuen Ehren: Die Eisenbahnfreunde Hönnetal haben den Waggon aufbereitet, die Innengestaltung soll folgen.

Binolen – Die Eisenbahnfreunde Hönnetal können einiges bewegen. Im aktuellen Fall ist das allerdings nicht wörtlich zu nehmen, denn der tonnenschwere Postwaggon, der seit mehr als 20 Jahren auf dem Abstellgleis in Binolen steht, ist nicht fahrbereit. Aber „bewegt“ haben sie dort doch etwas.

Vorsitzender Markus Hüsken erzählt der Redaktion: „Eine Schön-Wetter-Phase im vergangenen Jahr haben wir genutzt, um diesen Waggon aufzubereiten: Mit einem Hochdruckreiniger erfolgte die Reinigung, dann wurde die Grundierung und später die Lackierung aufgetragen, so dass er jetzt wieder in den Original-Farben zu sehen ist.“

Professionelle Hilfe für Maler- und Lackierarbeiten

Für die Maler- und Lackierarbeiten wurde professionelle Hilfe in Anspruch genommen. Die hat sich aber gelohnt. Denn das Ergebnis der Waggon-Aufbereitung kann sich sehen lassen. „Und dies von unten bis oben“, weist Friedbert Haringhaus, einer der sechs Helfer, darauf hin, dass das Gefährt rundum neu gestrichen wurde.

Angeschafft wurde das 26 Meter lange Schienengefährt aus den 1960er-Jahren, das schon vor vielen Jahren aus dem Dienst der Deutschen Bundespost ausgemustert wurde, einst, um es als Forum für die Modellbahngruppe oder für Veranstaltungen vorzuhalten. Doch dazu kam es bislang nie, sodass der Waggon im Laufe der Jahre immer mehr ein Schattendasein führte.

Bei Feuerwehr-Übung in 2019 kurzzeitig zu neuem Leben erweckt

Kurzzeitig zu neuem Leben erweckt wurde der Waggon 2019 bei einer groß angelegten Übung der Feuerwehr, als verschiedene Verletzungsszenarien simuliert wurden. Das Äußere des Waggons wurde jedoch mit der Zeit immer unansehnlicher. Immer wieder beklagten die Eisenbahnfreunde Fälle von Vandalismus, und auch Graffitisprayer verewigten sich.

Dies alles war nicht im Sinne der Eisenbahnfreunde, die deshalb handelten. Markus Hüsken sagt: „Jetzt haben wir diesen Schandfleck beseitigt.“ Und auch weitere Maßnahmen seien getroffen worden, um künftig besser vor Vandalismus und Schmierereien geschützt zu sein.

Potenzial für Ausstellungsraum

„Das nächste Projekt ist die Innengestaltung des Waggons, denn wir möchten nach wie vor einen Ausstellungsraum daraus machen. Das Potenzial dafür sehen wir in dem Gefährt.“

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