Sammler Franz Rose vermacht Lebenswerk der Stadt Balve

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An das Museum für Vor- und Frühgeschichte hat Franz Rose (Zweiter von links) seine Sammlung übergeben. Michael Bathe (von links), Thomas Kasperski und Ulrike Knips nahmen die Exponate in Empfang.

Balve - Franz Rose (89) trennt sich von seinem Lebenswerk. Mit seiner Frau Christel zieht er von Menden nach Nieheim in Ostwestfalen.

Deshalb hat er für sein Archiv mit Fundstücken aus dem heimischen Raum wie dem Zahn eines Höhlenbären, Steinwerkzeugen, versteinerten Seeigeln aus Dänemark sowie Sandrose aus Nordafrika und seine große Sammlung an Fachliteratur eine neue Heimat gesucht. Mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte hat er sie nun gefunden. „Ich weiß alles nun in guten Händen“, ist er überzeugt. Mehr als 200 Exponate sind es, die er am Donnerstag an die Stadt Balve übergeben hat. 

Die ganze Familie hat gesammelt 

Dabei hatte Rose durchaus die Option, seiner Heimatstadt Menden alles übergeben zu können: „Doch dort sollte alles im Magazin verwahrt werden. Und in Balve werden die Sachen ausgestellt und können angefasst werden.“ Das war ganz im Sinne von Franz Rose. 

Sichten die Exponate: Michael Bathe und Ulrike Knips.

Jahrelang hat seine Familie gesammelt – dabei spielte auch eine Rolle, den Balver Heimatforscher Josef Pütter zu kennen, der ihm so manches Fundstück aus der Vorzeit überließ, und weitere Kontakte herstellte. Auch Funde aus dem Nachlass des Neheimers Bernhard Bahnschulte, der vor 1939 in der Balver Höhle geforscht hat, kamen auf diese Weise in den Besitz des geschichtsinteressierten Mendeners Rose. 

Kontakt über den Heimatverein Eisborn 

Dass die komplette Sammlung nun der Stadt Balve zur Verfügung gestellt wird, ist dem Heimatverein Eisborn-Asbeck zu verdanken. Nachdem dieser eine Broschüre über den 2. Weltkrieg in der Region herausgegeben hatte, meldete sich Franz Rose bei den Vereinsverantwortlichen. Und Geschäftsführer Thomas Kasperski hielt den Kontakt aufrecht. Dabei wies er auch auf das Museum für Vor- und Frühgeschichte hin, so dass im Laufe der Zeit die Entscheidung fiel, dass dieses die richtige Adresse für die Zukunft sei. Mit leeren Händen aber stand der Heimatverein nicht dar, denn Franz Rose schenkte diesem eine uralte Pfeilspitze. Thomas Kasperski: „Wir werden im Vorstand darüber beraten, diese als Leihgabe an das Balver Museum zu übergeben.“ 

Experte soll alle Objekte sichten 

Auch dafür würde in Wocklum noch Platz geschaffen, da sind sich Ulrike Knips, Museumsleiterin, und Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, sicher. Für die Stadt sprach Bathe ein großes Danke an Franz Rose aus: „Ihre Schenkung bereichert unser Museum.“ Einige Exemplare sollen im Workshopkeller präsentiert werden, stellte Ulrike Knips ihre Idee vor. Diese könnte am besten in Form eines Setzkastens verwirklicht werden – entsprechende Spenden werden im Museum entgegen genommen. Die Museumsleiterin hat darüber hinaus die Aufgabe, die Objekte zu sichten. Hierfür soll ein Experte hinzugezogen werden. 

Franz Rose verließ Balve nach der Übergabe der Sammlung mit vielen guten Eindrücken und einem von der Stadt geschenkten Mammut sowie einem Bildband über die Hönnestadt

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