Runder Tisch: Bergdorf will in die Zukunft

Die Dorfmitte in Eisborn soll nach dem Willen der Teilnehmer am Runden Tisch gestärkt werden. Außerdem soll versucht werden, neue Nachbarn zu gewinnen – und so Leerstände abzubauen. - Foto: Kolossa

EISBORN - Das Alte bewahren und Neues wagen – frische Baugebiete sollen interessierten Familien, die in Eisborn sesshaft werden wollen, ebenso angeboten werden wie freie Bestandsimmobilien.

Noch sei der Leerstand überschaubar, so die Meinung beim Runden Tisch am Mittwoch, doch könnte sich dies ändern, wenn sich in einigen Jahren die älteren Eigentümer von Einfamilienhäusern räumlich verkleinern möchten.

Aktuell stehen drei zusammengehörende Wohneinheiten an der Kirche leer, lange Zeit waren sie im Bestand des Immobilienmaklers Helmut Schäfer, der jedoch keinen Käufer dafür begeistern konnte. An dieser Stelle sah Horst Schönweitz vom Planungsbüro Pesch und Partner einen Ansatz für den Bau altengerechter Wohnungen.

Auf der anderen Seite, unterhalb der Vogelstange, stehen acht Bauplätze bereit. „Die Anschlüsse sind bereits verlegt“, sagte Ortsvorsteher Martin Danne. Weil aber der Eigentümer Rheinkalk noch keinen Bauträger gefunden hat, komme – trotz Baurecht – die Vermarktung nicht voran. Möglich wäre eine Bebauung auch in Friedhofsnähe, so eine weitere Alternative.

Die 15 Teilnehmer des Runden Tisches kamen auch über die Gestaltung der Dorfmitte ins Gespräch. So sollen Planungen für die Nutzung der beiden Parkflächen in Auftrag gegeben, und die Ergebnisse dann den Eisbornern vorgestellt werden. Viel zu selten genutzt würden diese Flächen, und auch der alte Schulhof böte noch viel Potenzial.

„Ihr Ortsbild ist so weit intakt“, stellte Schönweitz den Bewohnern ein gutes Zeugnis aus. „Hier kommt sofort Urlaubscharakter auf.“ Dazu hätte auch die Durchführung des Dorfjubiläums sowie der neu errichtete Aussichtsturm beigetragen, wie Bürgermeister Hubertus Mühling betonte: „Es ging ein Ruck durch das Dorf.“

Gemeinsam sollen Bürger und Stadt nun versuchen, ihr Bergdorf zukunftsfest zu machen.

Von Julius Kolossa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare