Rüdiger Vollmers Traum vom Hönnetal-Radweg

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Auch Christina, Daniel und Nick Sprenger würden sich über bessere Radfahrmöglichkeiten im Hönnetal freuen.

Balve - Den Ruhrtal-Radweg an die Hönne verlegen: „Wir sind dafür“, sagen Christina, Daniel und Nick Sprenger. Die Eisborner Familie unternimmt eine Radtour, die auch durch den Binoler Wald führt. Christina Sprenger fasst den Zustand des Weges so zusammen: „Viel zu gefährlich.“

Rüdiger Vollmer macht sich darüber schon seit zehn Jahren Gedanken. Der 65-jährige Mendener, Mitglied bei den Eisenbahnfreunden Hönnetal und bekannt in seiner Rolle als Weihnachtsmann, der am 24. Dezember die Kinder in der Hönnetalbahn beschert, träumt schon seit einem Jahrzehnt von einem Ruhrtal-Radweg-Pendant an der Hönne, der von der Quelle in Neuenrade bis zur Mündung in Fröndenberg verlaufen soll. 

Bereits 2008 ein Logo entworfen 

2008 machte er sich mit der ADFC-Ortsgruppe Fröndenberg-Menden daran, ein Logo „Hönnetalradweg“ zu entwerfen, mit dem bei den Bürgermeistern aus Neuenrade, Balve, Menden und Fröndenberg für diese Sache geworben werden sollte. 

„Der Hönnetal-Radweg kommt ins Rollen“, hieß es damals in den Medien. Und weiter: „Die Ortsgruppe Fröndenberg-Menden hat damit begonnen, sich einen Wunsch zu erfüllen und einen neuen Meilenstein in die Fahrradlandschaft des Sauerlandes zu setzen. Der große Erfolg des Ruhrtal-Radweges konnte nur eine Ermutigung sein, das Netz der Radrouten dichter zu knüpfen und aus einem System paralleler Routen ein wirkliches Netz zu machen und die Strecken miteinander zu verknüpfen.“ 

Bis heute ist im Hönnetal nichts passiert

Passiert ist im Hönnetal bis heute – nichts. Das ärgert Vollmer: „Bahn und Bike im Hönnetal wäre eine Bereicherung, ebenso ein Radweg, der den Vorschriften entspricht.“ 

Rüdiger Vollmer zeigte seine Ideen zum Hönnetalradweg, die er seit zehn Jahren verfolgt.

Diese Sichtweise wird von Balves Bürgermeister Hubertus Mühling im Gespräch mit unserer Zeitung relativiert: „Es muss eine verträgliche Trasse durch den engen Bereich des unter Naturschutz stehenden Hönnetals gefunden werden.“ Dies sei ingenieurtechnisch schwierig umzusetzen. „Seit vier Jahren laufen hier konkrete Planungen“, sagt er dazu. Eine Prognose über eine eventuelle Umsetzung in einem bestimmten Zeitraum gibt er nicht ab, denn: „Einige vorgeschlagene Trassen sind am Naturschutz gescheitert.“ 

Der Bürgermeister, selbst begeisterter Radfahrer, weiß um die Schönheiten des Hönnetals, kennt aber auch die Tücken auf den Wegen. So die Trampelpfade von der Volkringhausener Schützenhalle bis hin zum Hof Gierse und von den Sieben Jungfrauen zur Burg Klusenstein, die Radfahrer vor Herausforderungen stellen: „Das sind die schönsten Wege, die auch weiterhin nicht von einer Trassenplanung berührt sein sollen.“ So werde weiter gesucht nach einer Lösung, einen Radweg nicht nur bis Burg Klusenstein, sondern bis zur Kirche in Oberrödinghausen anzulegen, der allen Anforderungen entspreche. 

Finanzierung ist kein Problem 

Kein Problem sei dagegen die Finanzierung: „Weil es sich um einen bundestraßenbegleitenden Radweg handelt, zahlt der Bund 100 Prozent.“ So sei es auch mit dem gesamten Radwegekonzept, das, daran erinnerte Mühling, im Jahr 2007 von den Bürgermeistern der vier Städte unterzeichnet worden war mit dem Ziel, einen verbindenden Radweg zu realisieren. 

Dort, wo es möglich war, wurde auch schon gebaut: so von Neuenrade bis zum Drostenplatz. Hinter der evangelischen Kirche bis zur Höhle, dem letzten noch fehlenden Teilstück, soll der Bau im nächsten Jahr erfolgen. Bis zum Neubau der Bundesstraße zwischen Sanssouci und Wocklum passiere jedoch nichts. Erst nach Fertigstellung der Straße soll der Radweg geplant und umgesetzt werden.

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