Auch in Balve wieder Wechselunterricht

Rückkehr der Schüler: Erstmals „Lolli-Tests“ im Einsatz

Bevor der Unterricht in den Grundschulen am Montag beginnen konnte, kamen zunächst die „Lolli-Tests“ zum Einsatz.
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Bevor der Unterricht in den Grundschulen am Montag beginnen konnte, kamen zunächst die „Lolli-Tests“ zum Einsatz.

Am Montag war erstmals seit dem 24. März wieder richtig Leben in den Grundschulen im Stadtgebiet. Denn mit zunächst halber Klassenstärke kehrten auch die Schulen in der Hönnestadt zum Präsenzunterricht im Wechselformat zurück.

Denn die Sieben-Tages-Inzidenz war kreisweit zuletzt stark zurückgegangen und lag am Montag mit 98,2 sogar den zweiten Tag in Folge unter der wichtigen 100er-Grenze.

Die Grundschullehrer in der Kernstadt in Beckum und in Garbeck zeigten sich erfreut, „ihre“ Kinder wieder in der Schule unterrichten zu dürfen. Zuvor war fast zwei Monate nur Homeschooling möglich.

Der direkt Kontakt hat gefehlt

„Die Kinder sind noch sehr müde“, fasste Birgit Heckmann, Leiterin der Grundschule Balve, den ersten Schultag zusammen. „Aber sie sind froh, endlich wieder in der Schule sein zu dürfen.“ Den Mädchen und Jungen sei anzumerken, dass sie den direkten Kontakt mit ihren Klassenkameraden vermisst hätten. „Sie freuen sich schon auf die Pause.“

„Immerhin läuft es wieder an“, ist für Heckmann der Wechselunterricht zumindest der erste Schritt auf dem noch langen Weg zurück zur Normalität. Sie weiß aber auch: „Die Erstklässler wissen kaum noch, wer alles zu ihren Klassen gehört.“ Denn nur am Anfang des Schuljahres wurde in kompletter Klassenstärke unterrichtet, ehe die Gruppen coronabedingt geteilt werden mussten und es ab 24. März gänzlich in den Distanzunterricht ging. „Unser kleinster Wunsch ist es, jetzt bis zum Ende des Schuljahres wenigstens beim Wechselunterricht bleiben zu können – ein Traum wäre es, wenn ganze Klassen wieder zusammenkommen dürften.“

„Lolli-Tests“ statt „Nasenbohrer“

Bevor es mit dem Präsenzunterricht wieder losgehen konnte, standen zunächst die Corona-Tests für die Schüler an. Erstmals kamen dabei die „Lolli-Tests“ zum Einsatz. Mussten die Grundschüler ihren Test vor den Osterferien noch per Abstrich in der Nase vornehmen, reichte es jetzt, rund 30 Sekunden auf dem Stäbchen zu kauen, bevor diese von den Lehrern eingesammelt und durch einen Kurier zur Auswertung in ein Labor gebracht wurden. Die Ergebnisse sollen der Schule jeweils bis zum Morgen des Folgetages vorliegen.

Zumindest einige Schüler hätten sich von ihren „Lollis“ aber enttäuscht gezeigt, erzählte Heckmann schmunzelnd. „Frau Heckmann, also der schmeckt überhaupt nicht“, wurde der Schulleiterin mitgeteilt. Nach den „Nasenbohrer“-Tests sollten bald aber auch die „Lollis“ Routine bei Schülern und Lehrern werden, glaubt Heckmann, die bei dieser Testmethode einen großen Vorteil sieht: „Das ist ein PCR-Test, der in einem Labor ausgewertet wird.“ Diese Maßnahme bedeute ein Stück mehr Sicherheit für Schüler und Lehrer.

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