Ein Stück Heimatgeschichte

Dr. Rolf Dieter Kohl, Rudolf Tillmann, Bernhard Padberg und Werner Ahrens haben das neue Heimatbuch vorgestellt.

BALVE ▪ Ein Stück Heimatgeschichte ist von den beiden Heimatforschern Rudolf Tillmann und Bernhard Padberg herausgegeben worden: „Einlößung dern auff dem ambt Balve stehender Pfandschaft“. Die Autoren haben sich für die 1585 übliche Schreibweise entschieden, wollten sie doch so nahe an der Geschichte sein wie möglich.

Von Julius Kolossa

Vorgestellt wurde das Buch, das auf dem Abgabenregister des Balver Amtsdrosten Hermann von Hatzfeld beruht, jetzt im Lohgerberhaus. Werner Ahrens, Vorsitzender der Heimwacht und Ausrichter der Veranstaltung, begrüßte dazu Bürgermeister Hubertus Mühling, einige Ortsvorsteher und die Nachbarn aus Neuenrade. Stellvertretend für diese war Dr. Rolf Dieter Kohl nach Balve gekommen, Stadtarchivar Neuenrades und Vorsitzender des Verreins für Geschichte und Heimatpflege. Er selbst hatte die Fertigstellung des Buchs begleitet und dabei 100 Namen aus Neuenrade gefunden. Außerdem hatte die Nachbarstadt einen finanziellen Beitrag geleistet, ebenso wie die Heimwacht Balve und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

Über ein Jahr hatte Rudolf Tillmann an seinem neuesten Werk gearbeitet. Den Anstoß dazu gab die Entstehungsgeschichte über den Hof Schulte-Horst. So machte er sich kurze Zeit danach daran, in zwei Archiven und bei 15 Autoren über die Zuständigkeit des Amtsdrosten und die davon betroffenen Ortschaften und Familien nachzuforschen. „Auch ihre Vorfahren aus Garbeck werden erwähnt“, wusste Werner Ahrens über die Familie von Bürgermeister Hubertus Mühling zu berichten.

Bezüglich der Gerichtsbarkeit recherchierte Bernhard Padberg: „Sie erstreckte sich von der Homert bis zum Arnsberger Wald.“

Weil viele Aufzeichnungen nur handschriftlich erhalten waren, erwies sich die Übertragung als langwierig. Davon zeugen Abbildungen der Originalschriften, die im Buch abgedruckt sind. Werner Ahrens: „Es wurde kein Glanzpapier verwendet, vielmehr die Büttenpapier-Struktur bewahrt.“

300 Exemplare gibt es, verkauft werden sie während des Weihnachtsmarktes am Stand der Heimwacht zum Preis von zehn Euro.

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