Am Montag gegen 23 Uhr stand Versorgung wieder

Rohrbruch in Mellen: Wasser schoss in Fontänen aus dem Boden

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Symbolbild

Mellen - „Wir haben 60.000 bis 70.000 Liter Wasser verloren“, schätzt Gerd Drees, der stellvertretende Verbandsvorsteher und Pumpenwart des Wasserbeschaffungsverbandes Mellen, nach dem Rohrbruch von Montagabend.

Am Montagabend war die Feuerwehr im Golddorf im Einsatz, weil die Gefahr bestanden hatte, dass das Wasser von der Balver Straße in ein Wohnhaus eindringen könnte. 

Gegen 18 Uhr habe ihn der erste Mellener angerufen, um mitzuteilen, dass er von der Wasserversorgung abgeschnitten sei. „Kurz darauf klingelte das Telefon dann ständig“, erzählt Drees. 

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Daraufhin sei er sofort losgefahren, um die Pumpen zu kontrollieren. „Auf dem Weg dorthin habe ich das große Chaos auf der Balver Straße gesehen“, schildert Drees, dass das Wasser in Fontänen aus dem Erdboden geschossen sei. 

Kein Wasserschaden im Haus, aber in der Garage

Während die Feuerwehr im Einsatz war, um das Eindringen des Wassers in ein Wohnhaus, die sogenannte „Römerburg“, zu verhindern – das gelang zwar, allerdings ist laut Drees in der Garage des Hauses ein Wasserschaden entstanden –, schieberte der Pumpenwart die Hauptleitung ab. 

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Mitarbeiter der Stadtwerke Balve hätten unterdessen das Leck in der Leitung mit einem Horchgerät geortet. Der hinzugerufene Bauunternehmer Prumbaum sei mit zwei Baggern und einem Generator angerückt. 

Fünf Meter langer, feiner Längsriss

„Er hat sofort die Straße aufgebrochen, um den Schaden zu finden“, erklärt Drees. Schon bald habe er einen etwa fünf Meter langen Längsriss in einem PVC-Rohr entdeckt. „Es war zwar ein sehr feiner Riss, aber durch den Druck in Höhe von sechs Bar ist das Wasser dort herausgeschossen.“ 

So sieht der Hochbehälter in Mellen aus, wenn er quasi voll ist. Seit Montagabend fehlen 60.000 bis 70.000 Liter Wasser.

Wie es zu diesem Defekt kommen konnte, sei unklar. „Die Leitung liegt tief genug, ein Frostschaden kann es eigentlich nicht sein. Möglicherweise Materialermüdung“, mutmaßt Gerd Drees.

180 Haushalte waren betroffen

Der Bauunternehmer habe das defekte Rohr noch in der Nacht ausgetauscht. „Gegen 23 Uhr hatten alle 180 betroffenen Haushalte wieder Wasser“, schildert der Pumpenwart, der anschließend noch im Dorf unterwegs war, um die Hydranten zu entlüften.

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