Rockformation „Via Domini“ gibt Konzert in der Kirche

Jens Lühmann, Jürgen Schwerthalter, Tatiana Drabikova und Christian Adolf (von links) sind „Via Domini“.

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Im „Oratorium in Rock“ interpretiert die süddeutsche Rockformation „Via Domini“ die christliche Liturgie als monumentalen Rock und geht mit dem Wort Gottes als überkonfessionelles Entertainment auf Tour. Am 1. April macht die Gruppe in Langenholthausen Station – ein Höhepunkt im Programm der Jugendkirche Langenholthausen.

Bandleader Christian Adolf sieht das „Oratorium in Rock“ nicht als Kontraprogramm zur christlichen Musiktradition, vielmehr als ergänzende Alternative. „Wir möchten die Menschen auf eine Gedankenreise einladen – in eine Zeit, bevor die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse das Denken und Handeln prägte. Die Liebe kennt keine Bedingung, keine Erwartung und keine Grenzen. Gott ist die Liebe. Und beide Begrifflichkeiten werden oft gegenteilig verwendet. Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.“ So soll die „Rockmesse“ als neues Eventformat eine überkonfessionelle Brücke bilden.

Dabei war das Debütalbum der Band gar nicht als christliches Projekt gedacht. Nach Fertigstellung der ersten fünf Lieder wurde Christian Adolf von einem Priester darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei den Aufnahmen um Elemente der Liturgie handelt. Die ursprünglich ebenfalls nicht geplante Sprachkombination aus Englisch und Latein verbindet die Ursprache der christlichen Kirche mit der heutigen Musikweltsprache.

Vier Jahre Produktionszeit waren notwendig, bis „Via Domini„ sein klassisch geprägtes Klangbild gefunden hatte und das „Oratorium in Rock“ als Tonträger veröffentlicht wurde. Die klassischen Arrangements sind ein wichtiger Bestandteil für die Vision der Band – der Liveaufführung des Oratoriums mit sinfonischem Orchester. Die ersten Vorbereitungen für eine große Uraufführung mit einem namhaften europäischen Sinfonieorchester laufen bereits. Neben dem Oratorium sollen noch weitere Klassik-Rock-Projekte mit dem Sinfonieorchester umgesetzt werden, darunter eine „Symphonic Metal Opera“.

Vor den großen Bühnen der Welt focussiert die Gruppe jedoch die persönlichen Begegnungen und die Tuchfühlung zum Publikum. Nach jedem Konzert sollen Musiker und Konzertbesucher bei einem Erfahrungs- und Meinungsaustausch Impulse für ihren persönlichen „Via Domini“ (Weg des Herrn) mitnehmen.

Auf die Rockformation waren Jugendliche aus Küntrop auf der Videoplattform youtube aufmerksam geworden. Kurzerhand, so berichtet Pfarrer Andreas Schulte, fragten sie bei der Gemeinde an, ob die Gruppe eingeladen werden könne – mit Erfolg. Auch Schulte hat sich bereits Videos angeschaut – auf das Konzert ist er nun mehr als gespannt. Das Konzert am 1. April beginnt um 19 Uhr, Einlass ist um 18 Uhr. Karten zum Preis von 5 Euro gibt es nach den Veranstaltungen der Jugendkirche. ▪ red/acn

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