600 Reisende auf einem Partytrip in die 80er

+
Die Tanzfläche war schon früh am Abend gut gefüllt. Da zahlte es sich aus, dass der Veranstalter sie eigens um einige Quadratmeter vergrößert hatte.

Garbeck - Nicht zum ersten Mal hatte die SG Balve/Garbeck für den vergangenen Samstag zum Rock Club in die Garbecker Schützenhalle eingeladen, doch diese sechste Auflage setzte neue Maßstäbe. So viele Besucher wie nie zuvor nahmen die Vorlage des Fußballclubs zu einer musikalischen Reise in die 1980er-Jahre an. Das hatte sich schon Tage vorher angedeutet.

Auf der Bühne heizte auch diesmal Oliver Schubert, einst DJ in der legendären Diskothek Point On ein Hemer, dem Partyvolk ein. Die Bandbreite seiner Musikauswahl reichte dabei von Anne Clarks „Sleeper In Metropolis“ oder New Orders „Blue Monday“ und „Vagabounds“ von New Model Army aus den frühen 80er-Jahren bis zu jüngeren Stücken beispielsweise von Blutengel („You walk Away“) oder der englisch-irischen Band VNV („When is the Future?“).

Rock-Nostalgiker kamen auf ihre Kosten, als zu vorgerückter Stunde Klassiker von AC/DC, Pink Floyd oder Jethro Tull aus dem Boxen dröhnten.

Fotos vom 6. Rock Club in Garbeck:

6. Rock Club in Garbeck

Und dann spielte Oliver Schubert auch noch die Hits, die Rockfans zuvor in einer Online-Abstimmung des Veranstalters gewählt hatten. Mit großem Abstand hatte Rammsteins ebenso aktueller wie provokativer Song „Ausländer“, in dem die Berliner die Flüchtlingsfrage und die Seenotrettung thematisieren, das Voting gewonnen. Mehr als ein Viertel der Teilnehmer hatte sich dafür entschieden.

Christian Müller, Vorsitzender der SG Balve/Garbeck, freute sich, dass die mit Sofa-Ecken, einem Tischkicker und Lichteffekten in einen Rocktempel verwandelte Schützenhalle schon früh am Abend sehr gut gefüllt war. Gut 500 Besucher waren schon gegen 21 Uhr hineingeströmt, und es sollten im Laufe des Abends noch einige mehr werden. „Es hat sich rumgesprochen, dass das hier eine richtig gute Party ist“, sagte Müller.

Video vom 6. Rock Club in Garbeck:

Das hatte wohl auch zu den Gerüchten geführt, die Veranstaltung könne ausverkauft sein. In der Tat hatte der Veranstalter gerade in der letzten Woche noch einmal eine große Anzahl von Karten im Vorverkauf abgesetzt. Die eilige verbreitete Versicherung, dass es auch an der Abendkasse noch Karten geben werde, hatte dann wohl dafür gesorgt, dass sich all jene, die die Party auf keinen Fall verpassen wollten, frühzeitig auf den Weg gemacht hatten. „Die ersten Besucher waren sogar schon eine halbe Stunde vor dem offiziellen Einlassbeginn da“, berichtete Müller.

Helfer stoßen an Grenzen

Der Besucheransturm führte die ehrenamtlichen Helfer des Veranstalters dann auch an ihre Grenzen: Einige (spezielle) Getränke waren schon vor Mitternacht ausverkauft, was die Besucher aber nicht weiter störte. Sie zeigten sich flexibel und stiegen auf die flüssigen Klassiker oder Cocktails um.

Immerhin konnte das Thekenpersonal bei den Snacks ständig für Nachschub sorgen: An frisch und üppig belegten Riesenbaguettes herrschte ebenso wenig Mangel wie an Currywürstchen, deren Hauptbestandteil draußen vor der Halle über glühender Holzkohle gebräunt wurde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare