Rinder parken rückwärts ein

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Til Volmer, Jan Hötger, Lea Vollmer und Pia Hötger (von links) haben mit ihren Kälbchen schon fleißig geübt für die Jungzüchter-Wettbewerbe im Rahmen der Tierschau am 18. Juli in Hemer. ▪

BALVE/HEMER ▪ Das dürfte ein turbulentes Spektakel werden: Die Rinder- und Pferdezüchter aus dem Märkischen Kreis und den Ennepe-Ruhr-Kreis werden ihre traditionelle Tierschau in diesem Jahr auf dem Gelände der Landesgartenschau in Hemer durchführen. Am Sonntag, 18. Juli, werden dort etwa 60 imposante Fleischrinder und 30 Pferde zu sehen sein.

„Wir erwarten natürlich Fachpublikum, aber auch die interessierte Bevölkerung aus der Region“, sagte Thomas Gülicher, Vorsitzender der heimischen Tierzüchtervereinigung, am Mittwoch bei der Vorstellung der Veranstaltung auf dem Hof Hötger in Kesberg. Auf der Tierschau im „Treffpunkt Landwirtschaft“ im oberen Bereich der Gartenschau werden die Züchter nach Gülichers Worten ihre Erfolge präsentieren: „Die Bevölkerung soll sehen können, was die Landwirtschaft alles leistet.“

Doch es wird nicht nur um Rinder und ihre Aufzucht für die Fleischproduktion und auch nicht nur um hochgezüchtete Pferde gehen. Natürlich werden die Züchter zwar ihre Tiere präsentieren – zwischen 10 und 11 Uhr sowie von 15 bis 16 Uhr die Rinderzüchter, zwischen 11 und 12 Uhr sowie von 16 bis 17 Uhr die Pferdezüchter –, aber dazwischen sind auch Wettbewerbe geplant. Züchter verschiedener Altersklassen, vom Kind bis zum Erwachsenen, werden dann zeigen, wie sie mit den Tieren umgehen können. Und sogar ein Spaß-Parcours ist geplant, bei dem die Teilnehmer unter anderem unter Beweis stellen müssen, wie sie ein Kalb oder Rind „rückwärts einparken“. Auch ein Ratespiel, bei dem die Besucher das Gewicht eines Bullen schätzen müssen, wird durchgeführt.

Die Züchter der Tierschau kommen unter anderem aus Balve und Menden, aber auch aus Plettenberg, Altena, Kierspe, Meinerzhagen und Halver. Auch Frank Hötger, der in Kesberg einen Zucht- und Milchviehbetrieb mit mehr als 300 Tieren führt, wird mit einigen Rindern dabei sein. In seinem Gefolge werden seine Kinder Jan und Pia ebenso als Jungzüchter mit nach Hemer kommen wie die Geschwister Til und Lea Volmer.

Heiner Pierenkemper, Geschäftsführer der Landesgartenschau, findet die Idee, die Tierschau auf dem blühenden Gelände am Rande des Felsenmeers durchzuführen „tierisch gut“, wie er betonte. „Gartenbau und Landwirtschaft gehören traditionell zusammen“, sagte er am Mittwoch. Er erwartet, dass die Tierschau der Rinder- und Pferdezüchter am 18. Juli ein Zuschauermagnet werden kann und viele Besucher auf das Gelände der Landesgartenschau locken wird. Üblicherweise zählen die heimischen Landwirte bei ihren Tierschauen etwa 10 000 Besucher.

Eine weitere Präsentation landwirtschaftlicher Nutztiere auf dem Gelände der Landesgartenschau ist übrigens für den 12. September geplant. Dann werden Landwirte aus der Region ihre Milchkühe präsentieren, also die Rassen, die besonders auf eine hohe Milchproduktion gezüchtet werden. ▪ vg

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