„Riäteln hat bei uns einfach Tradition“

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Das Organisationsteam – Franziska, Lukas, Jaqueline und Vanessa – führten die Gruppen mit ihren großen Riärteln durch die Gemeinde. ▪

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Mit mächtig viel Getöse zog am Donnerstagnachmittag eine große Gruppe Kinder und Jugendlicher durch Langenholthausen – der Auftakt der Riärtel-Tage. Den alten Osterbrauch wollten in diesem Jahr 36 Teilnehmer lebendig erhalten. Demnach „schweigen“ in der Zeit vor Ostern die Kirchenglocken – sie werden durch Ratschen, die so genannten Riärteln, ersetzt.

„Riäteln hat bei uns einfach Tradition“, erklärten die vier Jugendlichen des Organisationsteams, die im vergangenen Jahr noch als „normale“ Teilnehmer die Aktion unterstützen. „Es gibt nicht mehr viele Gemeinden, in denen das Riärteln noch durchgeführt wird. Es ist schon cool zu sagen, dass es das bei uns noch gibt“, sagten Lukas, Franziska, Jaqueline und Vanessa. Sie führten die Mädchen und Jungen in zwei Gruppen unterteilt durch die Gemeinde – neben dem Marsch am Donnerstag trafen sich die „Pfleger des österlichen Brauchtums“ außerdem noch am Freitag und Samstag. „Dabei laufen wir jedes Mal komplett alle Straßenzüge ab“, erklärten die Organisatoren. Bis zu zwei Stunden waren die „Riärtler“ dabei auf ihrem Marsch unterwegs. Hin und wieder bekamen sie von Anwohnern eine kleine Belohnung zugesteckt. „Eier oder eine Geldspende“, erzählte das Organisationsteam aus Erfahrung. „Das wird gesammelt und am Ende untereinander aufgeteilt.“ Die Routen führten die Gruppen unter anderem bei Habbel und Grote vorbei. „Hier bekommen wir immer eine kleine Stärkung“, freuten sich bereits am Donnerstag diejenigen, die schon mehrmals das Riärteln unterstützten.

Nach den gemeinsamen Märschen lud das Organisationsteam außerdem zu Spiel und Spaß ein. „Wir haben noch kleine Aktionen im Wald geplant“, wollten die Vier aber noch nicht mehr verraten. ▪ sr

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