Haus Hake steht vor dem Abriss

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Das Haus Hake im Hönnetal befindet sich im Besitz der Rheinkalk GmbH. Es soll noch in diesem Jahr abgerissen werden, möglicherweise bereits in den Herbstferien.

Hönnetal - Das Haus Hake im Hönnetal ist längst kein Schmuckstück mehr: Schmierereien an den Hauswänden, eingeschlagene Fenster, das Dach abgedeckt – so, wie es sich an der Bundesstraße 515 präsentiert, scheint es auf den Abbruch zu warten.

Und so ist es auch, erklärt Hans-Joachim Czerwonka, Leiter der Liegenschaften der Rheinkalk GmbH. 

„Seit Ende 2015 ist es in unserem Besitz, und weil wir für eine weitere Nutzung keine Verwendung haben, soll es im Herbst abgerissen werden“, berichtet Czerwonka. Eventuell werde der Abbruch bereits in den Herbstferien durchgeführt, auf jeden Fall aber bis Ende dieses Jahres. Der Antrag sei gestellt worden, die Ausschreibungen erfolgreich abgeschlossen. 

Die Tondachziegel wurden mit Zustimmung des Eigentümers von einem Interessenten entfernt. „Die waren noch in einem guten Zustand“, stellt Hans-Joachim Czerwonka fest. Der Rest des Hauses wartet nun auf sein Ende. Gebaut wurde es 1889 von Wilhelm Hake, der an dieser Stelle einst das „Chausseegeld“ für die Benutzung der Hönnetalstraße erhob. 

Siebenschläfer richteten sich vor fünf Jahren ein

Eberhard Honert hatte diese Immobilie dann von seinem Vorfahr übernommen und mit seiner Frau Ute viele Jahre lang bewohnt. Vor fünf Jahren berichtete der Süderländer Volksfreund, dass sich Siebenschläfer in dem Gebäude eingerichtet hatten. Bei dieser Gelegenheit ging Honert auch auf die Geschichte des Hauses ein, in dem 1891 eine Kneipe eröffnet wurde. 

30 Sitzplätze gab es im Gastraum, später kamen in zwei Räumen jeweils 40 und 120 dazu. Im Jahr 1974 wurde das Lokal dann geschlossen. In diesem Jahr steht das Haus, das bei der Rheinkalk GmbH unter dem Namen „Haustadt 2“ geführt wird, noch einmal im Mittelpunkt – wenn der Abriss-Bagger anrollt. 

Der Abriss ist eine Herausforderung

Hans-Joachim Czerwonka: „Da das Gebäude unmittelbar an der Bundesstraße liegt, ist der Abriss eine Herausforderung.“ Das brachliegende Gelände solle als Ausgleichsfläche für die von der Rheinkalk GmbH vorgenommen Sprengungen bepflanzt werden. 

Der Hof Gierse ist zum Teil verfallen.

Immer wieder gibt es in diesem Zusammenhang auch Spekulationen, dass die Rheinkalk GmbH den Kauf des Hauses Recke ins Betracht zieht. Es liegt nur wenige hundert Meter von dem Abrissgebäude entfernt. Dazu erklärten die Verantwortlichen der Liegenschafts-Abteilung der Firma Rheinkalk jetzt: „Wir haben kein Interesse am Haus Recke – auch nicht am Hof Gierse.“ Dieser steht seit mehreren Jahren leer.

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