1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Rettungsdienst: Ehrenamtliche müssen zunehmend aushelfen

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Situation der Rettungsdienste, DRK unterstützt
Weil der Rettungsdienst an seine Grenzen stößt, unterstützen ihn immer mehr Ehrenamtler – beispielsweise vom DRK Balve.  © Hannes P Albert/dpa

In Zeiten, in denen die Ressourcen der Rettungsdienst zunehmend erschöpft sind und die Verbände deutschlandweit vor einem Kollaps warnen, muss zunehmend auf Ehrenamtliche zurückgegriffen werden – beispielsweise vom DRK-Ortsverband Balve. Doch bei aller Bereitschaft ist die Verfügbarkeit der Ehrenamtlichen begrenzt.

Balve - Sie kommen dann zum Einsatz, wenn die regulären Rettungsdienste ausgelastet sind und unterstützen bei Fahrten ins Krankenhaus. In Zeiten, in denen die Ressourcen aber zunehmend erschöpft sind und die Verbände deutschlandweit vor einem Kollaps warnen, muss zunehmend auf Ehrenamtliche zurückgegriffen werden – beispielsweise vom DRK-Ortsverband Balve.

„Wir sehen uns in der Verantwortung, den Rettungsdienst im Märkischen Kreis zu unterstützen. “

Allerdings: „Wir können stets nur nach Verfügbarkeit unterstützen, wenn die Hauptamtlichen überlastet sind. Denn wir alle leisten unseren Dienst ehrenamtlich“, betont Bernd Krämer. Und dennoch: „Wir vom DRK-Ortsverband Balve sehen uns in der Verantwortung, den Rettungsdienst im Märkischen Kreis zu unterstützen. “

Als Kassenwart des heimischen Ortverbandes hat er den Überblick über die Einsätze, die die ausgebildeten Mitglieder mit dem Rettungstransportwagen (RTW) fahren. „In der vergangenen Woche waren es sechs Einsätze an einem Tag, im gesamten Jahr bisher etwa 30 – sonst hat unser DRK um die zehn Einsatzfahren jährlich übernommen.“

Wege werden länger, Fahrzeuge sind länger eingebunden

Inzwischen sei es aber so, dass die RTW des Märkischen Kreises länger unterwegs seien, um die Patienten in immer weiter entfernte Krankenhäuser unterzubringen. „Die Wege werden länger, um ein freies Bett zu finden, und das bedeutet längere Fahrten. Folglich ist das Fahrzeug länger gebunden, und kann nicht anderweitig eingesetzt werden.“

Dann kommen die Balver zum Einsatz, womit sie auch Routine bei den Abläufen erlangen – wenn sie denn verfügbar sind. Und so legt das Vorstandsmitglied großen Wert darauf, dass „unterstützt“ und nicht „kompensiert“ werde. Die weitere Entwicklung im Märkischen Kreis bleibe abzuwarten, wobei der DRK-Ortsverband in Balve – bei aller Unplanbarkeit – weiterhin unterstützend zur Seite stehen werde. Bernd Krämer: „Aber es darf nicht sein, dass die Katastrophe zum Regelfall wird.“

Auch interessant

Kommentare