Textliche und zeichnerische Festlegungen

Regionalplan: Die Steinbruch-Gegner sind am Zug

Der Steinbruch in Beckum ist Teil der Überlegungen des Unternehmens Lhoist, wenn es um den Kalkstein-Abbau im Hönnetal in den kommenden Jahren geht.
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Der Steinbruch in Beckum ist Teil der Überlegungen des Unternehmens Lhoist, wenn es um den Kalkstein-Abbau im Hönnetal in den kommenden Jahren geht.

Jetzt sind die Steinbruch-Gegner am Zug: Die Bezirksregierung Arnsberg hat am Freitag mit der öffentlichen Auslegung des Entwurfs für den neuen Regionalplan für Südwestfalen begonnen. Dieser beinhaltet die mögliche Erweiterung der Kalksteinbrüche im Hönnetal durch das Unternehmen Lhoist.

Hönnetal – Noch bis Ende Juni können Einwendungen gegen den Entwurf vorgebracht werden. Zuvor hatte der Arnsberger Regionalrat am 10. Dezember beschlossen, das Erarbeitungsverfahren für die Neuaufstellung des Regionalplans für Südwestfalen einzuleiten. Dieser umfasst den Märkischen Kreis sowie die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein. „Sich verändernde Rahmenbedingungen, wachsende Anforderungen an die räumliche Planung und neue rechtliche Vorgaben machen die Neuaufstellung erforderlich“, teilte die Bezirksregierung mit.

Gegenstand des Regionalplanneuaufstellungsverfahrens sind textliche und zeichnerische Festlegungen, ergänzt durch Erläuterungen und Begründungen zu den Festlegungen. Dabei beinhaltet der Regionalplanentwurf als zusammenfassender, überörtlicher und fachübergreifender Plan unter anderem die Themen Klima und Klimawandel, Kulturlandschaftsentwicklung, Freizeit, Erholung, Tourismus, Siedlungsraum, Freiraum, Verkehr und Infrastruktur, Rohstoffsicherung und Energieversorgung. Unter den Punkt Rohstoffsicherung fällt dabei auch der Kalkabbau in den Steinbrüchen im Hönnetal.

Der Naturhistorische Verein Hönnetal um den Vorsitzenden Andreas Kolarik hatte bereits im Vorfeld angekündigt, von der Möglichkeit der Einwendungen Gebrauch machen zu wollen. Zudem ist auch von der Eisborner Bürgerinitiative gegen die Steinbrucherweiterung Widerstand zu erwarten.

Die Planunterlagen (textliche und zeichnerische Festlegungen und Erläuterungen, Begründung, Umweltbericht) können online angerufen werden, liegen aber auch in der Bezirksregierung und den Dienststellen der Kreise aus. Stellungnahmen können mündlich zur Niederschrift bei den Auslegungsstellen, aber auch schriftlich oder per E-Mail vorgebracht werden.

Kontakt

Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist auf dem Postweg an die Bezirksregierung Arnsberg (Dezernat 32 – Regionalentwicklung, Seibertzstraße 2, 59821 Arnsberg), per Fax an 0 29 31 / 82 25 20 oder per E-Mail an beteiligung-mk-oe-si@bra.nrw.de geschickt werden. Die Informationen können online abgerufen werden unter dem Link www.bra.nrw.de/3830311.

Bildzeile: Der Steinbruch in Beckum ist Teil der Überlegungen des Unternehmens Lhoist, wenn es um den Kalkstein-Abbau im Hönnetal in den kommenden Jahren geht.

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