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Regensburger Domspatzen singen in Balve

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Von: Julius Kolossa

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Die Regensburger Domspatzen treten am 21. Oktober in Lüdinghausen auf.
Die Regensburger Domspatzen treten in Balve auf. © Die Regensburger Domspatzen treten am 21. Oktober in Lüdinghausen auf.

Die Regensburger Domspatzen kommen für ein Konzert nach Balve, singen am Samstag, 17. Dezember, in der Pfarrkirche St. Blasius. Nach Balve geholt hat den bekannten Chor Maximilian Wolf, der als Jugendlicher selbst Mitglied des bekannten Chores war.

Maximilian Wolf, Leiter der Leuchtturmstelle Kirchenmusik im Pastoralverbund Balve-Hönnetal, weiß gute Musik zu schätzen. Umso mehr freut sich der 29-jährige gebürtige Regensburger über den Besuch eines bekannten Chores in der Balver Pfarrkirche, dessen Mitglied er einst selbst war.

„Ich war ein Regensburger Domspatz. Kontakte zu dem Chor bestehen bis heute. So war es mir möglich, die Domspatzen für ein Konzert nach Balve zu bekommen“, erzählt Wolf. Das Konzert findet am Samstag, 17. Dezember, ab 19.30 Uhr statt. „Es wird eine der insgesamt drei Chorbesetzungen hier auftreten“, so Wolf.

Sänger werden in Gastfamilien untergebracht

Etwa 60 Sänger im Alter von elf bis 19 Jahren werden es sein, die unter der Leitung von Max Rädlinger in der St.-Blasius-Kirche konzertieren. Untergebracht werden die Domspatzen in Gastfamilien. All dies wurde bereits organisiert, denn immerhin reist der Chor mit zwei Bussen an. In Balve werde, so Wolf, ein Weihnachtsprogramm aufgeführt, das durch Instrumentalisten an Klavier, Streichern und Flöten bereichert werde. „Bei diesem Konzert werde ich nur Zuschauer sein – ich bin dann nur Genießer.“ Den Part am Klavier oder der Orgel überlässt er den Regensburgern.

Maximilian Wolf arbeitet seit Herbst 2018 als Kirchenmusiker im Pastoralverbund Balve-Hönnetal. In seiner Jugend sang Wolf bei den Regensburger Domspatzen.
Maximilian Wolf arbeitet seit Herbst 2018 als Kirchenmusiker im Pastoralverbund Balve-Hönnetal. In seiner Jugend sang Wolf bei den Regensburger Domspatzen. © Kolossa, Julius

„Die Zeit bei den Regensburger Domspatzen war musikalisch meine bisher schönste Zeit“, erzählt Maximilian Wolf freudestrahlend. „Nach einer Aufnahmeprüfung, bei der gesangliche Fähigkeiten, Gehör, Rhythmusgefühl und auch die schulischen Leistungen überprüft wurden, war ich dann ein Regensburger Domspatz. Und dies von 2004 bis 2012.“ Bei jährlich etwa 40 Auftritten außerhalb des Regensburger Doms war Maximilian Wolf mit dabei. Jedes Mal sei es etwas Besonderes gewesen, Teil dieses seit 975 bestehenden Chores gewesen zu sein.

Jeden Tag wird geprobt

Die insgesamt rund 450 jungen Sänger werden für die Auftritte in drei Chöre aufgeteilt. Wolf war in Europa mit dabei. „Leider konnte ich nicht in Rom beim Singen im Petersdom dabei sein; da war ich mitten im Stimmbruch“, erinnert er sich. Mit dem Bestehen des Abiturs im Jahr 2012 sei dann sowieso Schluss mit der Domspatzen-Karriere gewesen. „Neben dem Singen gehört die schulische Laufbahn mit dazu“, erzählt Wolf. „Jeden Tag stand eine einstündige Probe auf dem Stundenplan, am Freitag und Samstag jeweils 90 Minuten Gesamtprobe“, blickt Wolf zurück.

Für den gebürtigen Regensburger war all dies von der räumlichen Entfernung nach von zu Hause, sodass er das Internat nicht in Anspruch nahm, stattdessen in seinem Elternhaus wohnen bleiben konnte. „Nach meinem Ausscheiden bei den Domspatzen studierte ich in Regensburg Kirchenmusik“, erzählt Wolf. Seit Oktober 2018 ist er nun hauptverantwortlich für die Kirchenmusik in allen Kirchen und Kapellen des Pastoralverbundes zuständig. „Den Kontakt in meine Heimat halte ich über meine Familie und Schulfreunde aufrecht“, so Maximilian Wolf. Dass damit nun ein Auftritt seines ehemaligen Chores in Balve verbunden ist, stimmt ihn sehr zufrieden.

Gemeinde und Erzbistum teilen sich die Kosten

Zu den Kosten des Konzerts in der Pfarrkirche St. Blasius mit Gage für den Chor, Unterbringung und Anreise, möchte sich Wolf nicht äußern. Auf Nachfrage sagt der Kirchenmusiker lediglich: „Die Kosten werden zur Hälfte vom Erzbistum Paderborn und von der Balver Kirchengemeinde übernommen. Außerdem hoffen wir, alle 300 Konzertkarten verkaufen zu können, die für jeweils 20 Euro ab Mitte November im Pfarrbüro und nach den Gottesdiensten angeboten werden.“

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