Rechtsstreit um Indoor-Cycling in Balver Höhle: Anwälte verhandeln

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Radeln in der Höhle: Zweimal fand der Indoor-Cycling-Marathon in der Balve Höhle statt - 2016 und 2017.

Balve – Die 60.000 Euro Schadensersatz sind vom Tisch. Doch beendet ist der Streit zwischen den Balver Schützen und einem Sportevent-Anbieter noch nicht. Möglicherweise findet doch noch ein Indoor-Cycling in der Höhle statt.

Im Streit zwischen der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft und dem Unternehmen „PK Fit sports and event group“ um die Indoor-Cycling-Veranstaltung in der Balver Höhle ist eine außergerichtliche Einigung derzeit noch nicht in Sicht. 

Situation zehrt an Nerven der Schützen

Wie Vorsitzender Christoph Rapp auf Anfrage sagte, stehe ein Treffen der Anwälte der beiden Parteien noch aus. Wenn dieses gelaufen ist, werde sich die Bruderschaft zunächst mit ihrem Anwalt beraten. Erst dann sei auch abzusehen, ob es ein Wiedersehen vor dem Arnsberger Landgericht gibt. In jedem Fall zehre die ganze Situation sehr an den Nerven der ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder. 

Klage nach Absage angedroht

Das Unternehmen aus Rheinland-Pfalz wollte die Bruderschaft zunächst auf 60 000 Euro verklagen, weil dieses nach 2016 und 2017 keine weiteren Indoor-Cycling-Veranstaltungen in der Höhle mehr durchführen durfte und berief sich dabei auf einen geschlossenen Vertrag.

Dies sahen nicht nur die Schützen anders, sondern auch der Richter in der Verhandlung: Die hohe Schadensersatzforderung war schnell vom Tisch, beide Seiten zeigten sich schließlich gesprächsbereit für eine außergerichtliche Einigung. 

2020 nochmal Indoor-Cycling?

Diese sieht vor, dass wahrscheinlich 2020 noch einmal eine solche Veranstaltung in der Höhle stattfinden soll. Allerdings in einer zeitlich deutlich abgespeckten Version, nachdem es Beschwerden über den Lärm gegeben hatte

„Zwar ist die 60 000-Euro-Forderung erledigt, aber wir wissen letztendlich weiterhin nicht, was finanziell noch auf uns zukommt. Allein die Anwalt- und Gerichtskosten könnten enorm werden. Deshalb wollen wir schnellstmöglich Klarheit“, sagte Rapp.

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