Realschulhof: Charme der 60er-Jahre verschwindet

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Präsentieren den umgestalteten Schulhofteil: (von links) Markus Müller, Christoph Tyralla, Nina Fröhling sowie Melanie Hedt-Beilfuß und Martin Skiba als Vertreter der Elternschaft beziehungsweise des Fördervereins.

Balve - Wenn die Schulglocke zur großen Pause läutet, gibt es in der Städtischen Realschule Balve stets ein Wettrennen um die besten Plätze.

Darauf ist Schulleiterin Nina Fröhling stolz. „Die Schüler fühlen sich wohl bei uns“, sagte sie am Montag, als sie den Grund dafür vorstellte: die Umgestaltung des ersten Teils des Schullhofs. 

„Es war 2015 der Wunsch der Schüler nach den Jubiläumsfeierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Schule, dass der Charme der 60er-Jahre verschwinden soll“, sagte Fröhling. Daraufhin wurden in einigen Klassen erste Pläne geschmiedet und zu Papier gebracht. Das beauftragte Unternehmen Klute aus Sundern brachte alles ins Reine, und setzte es in den Sommerferien 2018 in die Tat um. Die offizielle Übergabe fand in dieser Woche statt. 

Mit dem Ergebnis können Schüler, Lehrer und Verantwortliche zufrieden sein, wurden doch viele Schülerwünsche berücksichtigt. So ein Sitzdeck als Sitz- und Liegefläche, Sitzmöglichkeiten auf Natursteinen, dazu Hecken, Bäume, Blumen und Gräser für mehr Naturnähe. „Nur die Beleuchtung fehlt noch“, sieht die Schulleiterin noch Potenzial für eine notwendige Neuanschaffung. 

Kosten von 28 000 Euro

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings bereits nach wenigen Monaten der Nutzung. Das Holz auf dem Deck hinterlässt braune Schlieren auf dem darunter liegenden Beton. Das sieht nicht schön aus, und wurde deshalb dem ausführenden Unternehmen schon gemeldet. 

Aber sonst: „Die Kinder sind begeistert, nutzen diesen Schulhofteil sehr gut“, sagte Fröhling. Mit vereinten Kräften wurde die 28 000 Euro teure Neugestaltung finanziert. Die Stadt Balve übernahm 2000 Euro und die Planungskosten. Von der Realschule flossen die Einnahmen aus der 50-Jahr-Feier mit ein, außerdem Rücklagen. Ferner verzichteten die Abschlussklassen aus dem Jahr 2016 auf ein Erinnerungsgeschenk wie eine Bank oder einen Baum, sondern spendeten den Überschuss ihrer Abschlussfeier für diesen Zweck. Der Förderverein steuerte 5000 Euro bei und ganz frisch am Montag die Volksbank 3000 Euro. Den symbolischen Scheck überreichten Christoph Tyralla und Markus Müller „Wir unterstützen gerne die Region“, sagte Tyralla. „Wenn wir dazu beitragen können, dass sich die Schüler wohlfühlen, dann ist es umso besser.“ 

Teil zwei der Arbeiten folgt im Sommer

Im Sommer soll die Neugestaltung des zweiten Schulhofteils erfolgen. Nina Fröhling wies drauf hin, dass drei Sonnendecks vorgesehen sind, ein Grünes Klassenzimmer, Hochbeete und wieder Bäume, Hecken und Pflanzen. Finanziert werde diese Maßnahme durch Fördermittel und die Stadt Balve. Die ersten Planungen sahen Kosten in Höhe von 100 000 Euro vor, inzwischen aber werden 200 000 Euro als realistisch angesehen.

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