Realschule Balve verdreifacht gymnasiales Potenzial

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Unter Aufsicht durften die Grundschüler im Physik- und Chemieraum experimentieren. ▪

BALVE ▪ Großes Interesse zeigten Viertklässler und ihre Eltern am Samstag am Angebot der Städtischen Realschule. Dort erlebten sie einen informativen Tag der offenen Tür, an dem das Kollegium und die Schüler einiges zu bieten hatten.

Zur Begrüßung spielte die Schulband unter Leitung von Konrektor Tobias Hommel auf, bevor in der Aula das Schulprogramm und die Besonderheiten der Balver Realschule vorgestellt wurden. In diesem Rahmen gaben Akteurinnen der Theatergruppe unter Regie von Lehrer Stefan Bischoff bereits einen kleinen Vorgeschmack auf die Aufführungen des Stücks „König Drosselbart“, das am 13. März Premiere feiert.

Grußworte richteten der Elternpflegschaftsvorsitzende Stefan Buff und der Fördervereinsvorsitzende Martin Skiba an die Gäste und legten ihnen die Realschule mit ihrem Slogan „Zeit und Zuwendung“ als „starke Schule mit starken Partnern“ ans Herz.

Ebenso warben Schulleiter Wilhelm Boege und Konrektor Tobias Hommel für die Schule und versuchten, die Eltern mit Fakten zu überzeugen. Rund 20 Prozent der angemeldeten Kinder kämen mit einer Gymnasialempfehlung der Grundschule, aber 60 bis 70 Prozent werde nach sechs Jahren auf dem Abschlusszeugnis eine Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe bescheinigt, berichtete Wilhelm Boege. „Das heißt: Wir erhalten nicht nur, sondern verdreifachen das gymnasiale Potenzial.“ Möglich werde dies durch Zeit und Zuwendung sowie das Engagement des Kollegiums, das über die üblichen Unterrichtsstunden hinaus um die Schüler bemüht sei. Erprobte Konzepte wie das Lernstudio mit seinem umfangreichen Material zum selbstständigen Lernen, die Lern-GmbH 4, in der Schüler der Jahrgänge 9 und 10 angemeldete Viertklässler auf den Übertritt zur Realschule vorbereiten, die Teams der Lern-GmbH, in denen ältere und jüngere Schüler gemeinsam lernen sowie die Partner-für-Schüler-GmbH“ in der Unternehmer Achtklässler auf ihrem Weg ins Berufsleben coachen, trügen zum Erfolg der Schule bei, so der Schulleiter.

Dies bestätigen auch die Ergebnisse regelmäßiger Untersuchungen durch die Bertelsmann-Stiftung (SEIS – Selbstevaluation in Schulen) und das Institut für Schulentwicklungsforschung (PARS). So ergaben die SEIS-Untersuchungen unter anderem, dass 93 Prozent der Eltern und 82 Prozent der Schüler mit der Balver Realschule im Ganzen zufrieden sind. Laut der PARS-Untersuchung aus dem Jahr 2009 wichen die erreichten Kompetenzwerte im Bezug auf Sozialindizes in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften positiv von den Erwartungen ab und zeigten deutlich höhere Werte. „Dies bedeutet, dass die Schule es schafft, soziale Ungleichheiten abzubauen und gerade schwächeren Schülern die Lernunterstützung zu bieten, die sie zuhause nicht erhalten“, so das Fazit des Instituts. Zudem sei es wichtig, den Schülern zuzuhören, so Wilhelm Boege. Dies sei oftmals wichtiger als Fachunterricht – besonders, wenn es Schülern zwischenzeitlich an Orientierung fehle. „Die Seele muss in Ordnung sein, erst dann stimmt die Leistung“, betonte der Schulleiter.

Auch praktische Einblicke erhielten die Viertklässler, die in unterschiedliche Unterrichtsstunden hineinschnuppern konnten. Zudem gab es im Rahmen einer Schulführung einiges zu entdecken. Besonders von den gut ausgestatteten Informatikräumen, den Experimenten im Physik- und im Chemieraum und den Modelleisenbahnwelten der Modellbau-AG zeigten sich Grundschüler wie Eltern begeistert.

Die Anmeldungen für die neuen fünften Klassen nimmt die Realschule vom 14. bis 18. Februar montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie am Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr entgegen. Mitgebracht werden müssen das Familienstammbuch, die Grundschulzeugnisse, die Grundschul-Empfehlung und eventuell der ausgefüllte Anmeldebogen, der bereits im Internet unter http://www.realschulebalve.de (Download/Service) heruntergeladen werden kann. ▪ uba

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