UWG stellt Hochwasserschutz auf Prüfstand

Starkregen hielt im vergangenen Sommer in Balve Einsatzkräfte und Bürger in Atem. Die UWG-Fraktion möchte in diesem Zusammenhang in der nächsten Ratssitzung den Hochwasserschutz der Stadtverwaltung auf den Prüfstand stellen.  Fotos: Kolossa

Balve - Über 40 Einsätze hielten im Sommer die Rettungskräfte in der Stadt und in den umliegenden Dörfern wegen des Starkregens in Atem. Der erste Stadtalarm für die Feuerwehr ging am 29. Juli um 18.34 Uhr ein. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) bitte in diesem Zusammenhang den Rat der Stadt in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 24. September, Maßnahmen zum Hochwasserschutz darzustellen.

Von Martin Meyer

Insbesondere ist die UWG-Fraktion an den Einsätzen der Feuerwehr interessiert. Rund 90 Feuerwehrleute waren Ende Juli mit allen zur Verfügung stehenden Fahrzeugen pausenlos im Einsatz. Neben der Balver Feuerwehr rückten auch das Technische Hilfswerk und das Deutsche Rote Kreuz mit aus. Um den Brandschutz im Stadtgebiet notfalls sicher stellen zu können, stand aus Neuenrade, Affeln und Küntrop Verstärkung bereit. Die Feuerwehr aus Menden stellte zudem Sandsäcke zur Verfügung.

Die Kanalisation konnte die Wassermassen damals nicht mehr aufnehmen. Viele Gullischächte in der Stadt liefen über, das Wasser floss in die Keller von Wohn- und Geschäftshäusern. Auch kleine Bäche liefen über. Zwischen Balve und Mellen stürzten Bäume um und blockierten die Fahrbahn. Die UWG möchte in der Ratssitzung erfahren, welche Maßnahmen geplant oder bereits ergriffen wurden, um den Hochwasserschutz für die Bevölkerung zu verbessern.

Zudem stellt die Fraktion die Anfrage, die Straßennamen in der Stadt im Hinblick auf historisch belastete Personen zu überprüfen und über das Ergebnis zu berichten. Außerdem sind die Mitglieder der Wählergemeinschaft daran interessiert, wie sich die Stadt auf eine mögliche größere Zahl an Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak vorbereitet. „Experten rechnen mit einem dramatischen Anstieg in den bevorstehenden Wintermonaten“, heißt es in der Anfrage der UWG. Die Stadtverwaltung soll in diesem Zusammenhang die derzeitige finanzielle und räumliche Situation der Stadt darstellen und auf die prognostizierte Flüchtlingsentwicklung eingehen.

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