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Radweg von Langenholthausen zur Sorpe: Bau verzögert sich weiter

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Von: Julius Kolossa

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Die Sunderner Straße wurde im Bereich der Ortsdurchfahrt Langenholthausen im vergangenen Jahr saniert. Die Planungen für den Radweg zur Sorpe kommen aber weiterhin nicht voran.
Die Sunderner Straße wurde im Bereich der Ortsdurchfahrt Langenholthausen im vergangenen Jahr saniert. Die Planungen für den Radweg zur Sorpe kommen aber weiterhin nicht voran. © Kolossa, Julius

Zwei Radwege sollen künftig vom Balver Stadtgebiet bis zum Sorpesee führen. Während nach acht Jahren Vorlaufzeit der erste Spatenstich für den Radweg von Mellen bis zur Sorpe am Donnerstag erfolgte, steht der Baubeginn für den Radweg von Langenholthausen zum Sorpesee dagegen noch in den Sternen.

Dabei hat die Stadt Balve ihre Hausaufgaben längst gemacht, wie Andreas Berg, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, auf Anfrage der Redaktion erklärt: „Die Stadt Balve plant und Straßen.NRW finanziert dieses Projekt. Aktueller Stand ist der, dass von der Stadt Balve ein Ingenieurbüro mit einem Vorentwurf beauftragt wurde, der mit der Wasserbehörde und der Landschaftsbehörde abgestimmt werden muss.“ Doch es hakt an anderer Stelle, so dass nach dem Radweg von Mellen zur Sorpe das zweite Infrastrukturprojekt nicht zeitnah realisiert werden kann.

Denn auf dem Gebiet der Stadt Sundern kommen die Planungen nicht voran. „Es klemmt beim Grunderwerb. Denn Eigentümer weigern sich, ihr für den geplanten Trassenverlauf erforderliches Grundstück zu verkaufen. Das bedeutet: Es wird nach einer Alternativtrasse gesucht“, sagt Andreas Berg, der deshalb von einer Verzögerung des Infrastrukturprojekts „auf unbestimmte Zeit“, spricht.

Ortsdurchfahrt Langenholthausen saniert

Immerhin wurde im vergangenen Jahr der etwa eineinhalb Kilometer lange Abschnitt der Sunderner Straße in Langenholthausen unterhalb der Straße „Zum Trachtenberg“ bis zur Ortsausfahrt in Richtung Amecke saniert. In diesem Bereich war die Sunderner Straße durch die vielen Autos und Fahrzeuge, die dort täglich unterwegs sind, zu einer Schlaglochpiste geworden. Straßen.NRW ließ die etwa vier Zentimeter dicke Fahrbahndecke abfräsen, anschließend wurde neu asphaltiert. Und dies, wie Andreas Berg seinerzeit erläuterte, in Vorbereitung auf den bald folgenden Radweg.

Die Landesregierung teilte im April dieses Jahres ergänzend dazu mit, diesen Radweg mit 500 000 Euro zu fördern. Dass sich der Radwegebau von Langenholthausen zur Sorpe nun weiter verzögert, dazu sagt Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Balver Bürgermeisters: „Nach über zehn Jahren an Planung sind immer noch weitere Faktoren wie Grundstückseigentümer und Behörden zu berücksichtigen. Alles braucht eben noch seine Zeit.“

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