Radweg zum Sorpesee ist nicht ohne Chance

Im Rathaus erörterten Bürgermeister Hubertus Mühling (l.) und NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper die Möglichkeiten eines Radweges nach Amecke.

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Der Sorpesee ist für die Bevölkerung von Balve ein beliebtes Freizeitziel, besonders, seitdem die Uferpromenade vollkommen neu gestaltet und ein neuer Fahrradweg rund um den Stausee angelegt worden sind. Das Problem für viele Balver ist jedoch: Wie sollen sie mit dem Fahrrad gefahrlos bis zum Sorpesee gelangen?

Auf Initiative der CDU-Ortsunionen Langenholthausen und Amecke ist nun die nicht ganz neue Idee eines Stadt- und Kreisgrenzen überschreitenden Radweges zwischen Langenholthausen und Amecke aufgegriffen worden. Am Dienstag nutzten CDU-Politiker beider Städte die Gelegenheit des Besuchs von NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper in Balve, um für den rund vier Kilometer Radweg zu werben und nach Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen.

Minister Lienenkämper brachte zunächst die Möglichkeit eines Bürgerradweges ins Gespräch. Die Idee dahinter ist: Mit bürgerschaftlichem Engagement und Unterstützung des Landes wird ein Radweg mit reduziertem Standard, aber auf dem Stand der Technik und mit aktuellen Sicherheitsanforderungen gebaut. Eberhard von Wrede, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Amecke, befürchtete allerdings, dass die Bürger mit einem vier Kilometer langen Radweg entlang der L 686 überfordert seien. Ein Einwand, den der Minister akzeptierte.

Der Kreisverband Iserlohn/MK des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC)  hat den Aufbau einer Mängeldatenbank Radverkehr im Märkischen Kreis auf seiner Internetseite begonnen. Mit dieser Datenbank sollen nicht nur die Mängel für jedermann sichtbar und der Bearbeitungsstand derselben aufgezeigt, sondern auch neue Impulse gesetzt werden, die zur Verbesserung der Radverkehrssituation in den Städten und Gemeinden unseres Kreises beitragen. Alle am Radverkehr Interessierten sind dazu aufgerufen,  Missstände auf Alltags und Freizeitstrecken zu melden.

Als zweite Möglichkeit sah Lienenkamper die Umsetzung im Rahmen der Regionale 2013. Dazu müssten Balve und Sundern versuchen, den Radweg in diesem Förderprogramm für Südwestfalen unterzubringen. Bürgermeister Mühling betrachtete diese Variante allerdings skeptisch: Da seien schon mehrere Radwege vorgeschlagen worden, die Erfolgsaussichten für das diskutierte Projekt deshalb gering.

Bessere Aussichten auf Erfolg könnte da schon die dritte Idee des Ministers haben, Mittel für den Radwegebau aus dem Landesprogramm „Radwegebau an bestehenden Landesstraßen“ zu beantragen. Dazu allerdings, so Lienenkämper, müsse zunächst der Regionalrat Arnsberg von der Notwendigkeit des Radweges überzeugt werden. Erst auf dessen Vorschlag werde das Land Mittel zur Verfügung stellen.

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Nacheinander wollen die Bürgermeister Hubertus Mühling (Balve) und Detlef Lins (Sundern) nun Kontakt zur Regionale 2013 und zum Regionalrat aufnehmen, um die Chancen eines Radweges zwischen Langenholthausen und Amecke auszuloten. Erst wenn von dort ein positives Signal komme, so Mühling, könnten die Städte für die Planung des Radweges Geld in die Hand nehmen. Denn mit den Planungskosten müssen die Städte ohnehin in Vorleistung treten. Erst später können sie mit einer Erstattung der Kosten durch das Land rechnen. ▪ vg

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