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Der Traum vom Hönnetal-Radweg

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Von: Julius Kolossa

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Die Trasse ab der Ampel in Volkringhausen soll als so genannter „bundesstraßenbegleitender Radweg“ nach Oberrödinghausen so nah wie möglich neben der B 515 verlaufen.
Die Trasse ab der Ampel in Volkringhausen soll als so genannter „bundesstraßenbegleitender Radweg“ nach Oberrödinghausen so nah wie möglich neben der B 515 verlaufen. © Julius Jürgen Kolossa

Mit dem Fahrrad durch das Hönnetal, und dies auf einem eigenen Radweg. Diese Pläne werden schon seit über zehn Jahre von Balve aus in die Wege geleitet. „Drei Trassenführungen sind bisher vorgestellt, aber jeweils wieder abgelehnt worden“, stellte Bürgermeister Hubertus Mühling vor, was bisher geschah.

Balve - 2022 aber, so hofft er, soll endlich eine Trasse vorliegen, die den Vorgaben der Oberen und Unteren Naturschutzbehörde sowie der Wasserbehörde entspricht. Daran scheiterten bisher alle Planungen – immerhin greift ein Radweg auf einer Strecke von fünf Kilometern von Volkringhausen bis zur Kirche nach Oberrödinghausen in das unter Naturschutz stehende Hönnetal und damit in Gewässer, Flora und Fauna ein. „Seit 2020 wird ein ökologisches Gutachten erstellt und es werden auch Vermessungen vorgenommen“, so Bürgermeister Hubertus Mühling.

Dabei stellt er dar, dass die Trasse ab der Ampel in Volkringhausen als so genannter „bundesstraßenbegleitender Radweg“ nach Oberrödinghausen neben der B 515 verlaufen soll. Die Vermessungsarbeiten fanden auf den weißen, viereckigen Farbmarkierungen auf der Bundesstraße statt. Nun gehe es daran, ingenieurtechnische Leistungen auszuschreiben, um die Ökologie mit einzubinden.

„Federführend sind wir hier in Balve“, wies Hubertus Mühling darauf hin, dass im Rathaus alle Fäden zusammenlaufen und die Planungen gmeinsam mit Straßen.NRW durchgeführt werden.

Wie die demnächst anstehende vierte Trasse aussehen wird, ließ das Stadtoberhaupt offen. Möglich sei vieles, stellte er fest, und wies auf Brücken hin, die gebaut werden könnten. „Auf jeden Fall wird dieser Hönnetalradweg so nah an der Bundesstraße gebaut wie möglich.“ Und damit steht fest: der Wanderweg an der Schützenhalle in Volkringhausen wird nicht angetastet. Dieser bleibt Fußgängern vorbehalten, wenn er auch bisher mangels Alternativen auch von Bikern genutzt wird. Es sind teilweise Trampelpfade von Volkringhausen bis zum Hof Gierse, gefolgt von besser ausgebauten Streckenführungen bis zur Feldhofhöhle, und danach wieder schmale Wegführungen entlang der Hönne bis zur Burg Klusenstein, die diese Strecke in ihrem Ist-Zustand zur Herausforderung machen.

Eine ebensolche Herkulesaufgabe ist die handwerkliche Abarbeitung einer verträglichen, im Einklang mit der Natur ausgeglichenen Trasse. Weil es sich dabei um einen bundestraßenbegleitenden Radweg handelt, trägt der Bund alle Kosten. „Wenn diese gebaut ist, haben wir eine gute Möglichkeit, Straßenverkehr aus dem Hönnetal zu bekommen“, so Mühling. „Denn Berufspendler können dann vom Auto auf das Rad umsteigen.“

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