Quadbeck bekennt sich klar zur Ökumene

Auch Karl Jansen (r.) und Meinolf Linke vom Sauerländer Schützenbund gratulierten Heinz-Dieter Quadbeck (l.) zum Jubiläum.

BALVE ▪ Heinz-Dieter Quadbeck hat während seiner 22-jährigen Tätigkeit als evangelischer Pfarrer in Balve seine Spuren hinterlassen. Am Sonntag stand der Geistliche wieder auf der Kanzel der Evangelischen Kirche und begeisterte die Gemeinde mit seiner Predigt wie zu seiner aktiven Zeit in der Gemeinde.

Der Grund für die Rückkehr des Ex-Superintendent an seine alte Wirkungsstätte war ein besonderes Jubiläum: Heinz-Dieter Quadbeck feierte hier den 40. Jahrestag seiner Ordination.

Pfarrer Christian Marcus Weber begrüßte zu Beginn des Gottesdienstes die Gemeinde und insbesondere seinen Vorgänger Heinz Dieter Quadbeck. „Pfarrer zu sein, ist eine schwierige und wunderschöne Aufgabe“, sagte Pfarrer Christian Marcus Weber. Es war ein feierlicher Gottesdienst, in dem auch einige Gemeindemitglieder ihre besonderen Segenswünsche für den Pfarrer im Ruhestand aussprachen, indem sie ihn mit den Händen am Kopf berührten.

In seiner Predigt ging Heinz-Dieter Quadbeck zunächst auf die Geschichte von Saulus ein, der durch sein Damaskuserlebnis zum Paulus wurde. Er machte der Gemeinde deutlich, dass sich jeder Mensch ändern kann und dass Gott sehr viel Geduld mit den Menschen hat. „Wir sind seit der Taufe aufgerufen die Frohe Botschaft den Menschen zu bringen“, bestärkte er die Gemeindemitglieder ihren Glauben zu leben.

Tragweite anfangs nicht erkannt

Quadbeck ging auch auf seine Zeit in Balve ein, wo er 1970 die Aufgabe des Pfarrers übernommen hatte. „Damals war ich mir der Tragweite dieser Aufgabe nicht bewusst“, sagte er von der Kanzel. „Das war nicht immer leicht, doch ich bin immer von zahlreichen Gemeindemitgliedern unterstützt worden“. Und Quadbeck dankte, unter Tränen der Rührung, auch seiner Ehefrau Inge, mit der er seit 40 Jahren verheiratet ist und die immer an seiner Seite gestanden habe und stehe.

Auch wenn er im Jahr 2000 in den Ruhestand verabschiedet wurde – davon will der ehemalige Superintendent nichts wissen. Er ist der Geistliche Vertreter der Evangelischen Kirche im Sauerländer Schützenbund. Hier wurde ihm die Abkürzung i.R. („im Ruhestand“) als Pfarrer „in Rotation“ ausgelegt. Beim katholisch geprägten Schützenbund setzt sich Quadbeck für die Ökumene ein, die ihm besonders am Herzen liegt. „Man macht nichts falsch, wenn man bei der anderen Konfession zur Kommunion geht oder am Abendmahl teilnimmt“, machte er seine Meinung zum Dialog zwischen den Konfessionen deutlich.

Sauerländer Schützenbund gratuliert

Im Anschluss an den Gottesdienst feierte Heinz-Dieter Quadbeck mit Freunden und Bekannten im Gemeindehaus sein 40-jähriges Ordinationsjubiläum. Hier sprachen unter anderem Diakon Gerd Eisenberg und Anita Weins die Glückwünsche der katholischen St. Blasius-Gemeinde Balve aus. Bundesoberst Karl Jansen und Bundesgeschäftsführer Meinolf Linke vom Sauerländer Schützenbund gratulierten ebenfalls ganz herzlich. Ein besonders Dankeschön erhielt Quadbeck von seiner ehemaligen Gemeinde: Ein Bild der Kirche, die ihm nicht nur Arbeitsstätte war, sondern in den 22 Jahren in Balve auch ein Zuhause geworden ist. Nach dem offiziellen Teil wurden Erinnerungen der vergangenen Jahre in Gesprächen geweckt und auch Neuigkeiten ausgetauscht. ▪ paul

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